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Über unseren Köpfen liegt mehr Potenzial als gedacht

Anlässlich des #TagDesFlachdaches zeigt Der dichte Bau, was auf über 1,2 Milliarden Quadratmetern Flachdachfläche in Deutschland möglich ist – und was die Branche konkret unternimmt, damit es Realität wird.

20.05.2026

Kompakt

Über 1,2 Milliarden Quadratmeter Flachdachfläche existieren in Deutschland – ein Großteil davon ungenutzt. Dabei bieten Flachdächer konkrete Antworten auf drängende städtische Herausforderungen: als Gründach, Retentionsfläche, Energiedach oder zusätzlicher Wohnraum. Der dichte Bau, Kommunikationsorgan des vdd Industrieverband Dach- und Dichtungsbahnen e. V., setzt sich aktiv dafür ein, dieses Potenzial zu heben – mit dem Regelwerk „abc – Technische Regeln Abdichtungen", dem jährlichen Flachdach Contest und dem Zertifikat „Flachdach der Zukunft". Anlässlich des #TagDesFlachdaches am 20. Mai zeigt Der dichte Bau, welche Instrumente allen Baubeteiligten kostenlos zur Verfügung stehen – und lädt die Branche ein, gemeinsam aktiv zu werden.

Über 1,2 Milliarden Quadratmeter Flachdachfläche existieren heute in deutschen Städten und Gemeinden – das entspricht ca. 170.000 Fußballfeldern. Ein großer Teil davon liegt brach: kein Grün, keine Solaranlage, kein Raum für Menschen. Dabei stehen Städte unter wachsendem Druck: Wohnraum ist knapp, Flächen sind versiegelt, Extremwetterereignisse nehmen zu. Flachdächer könnten einen wesentlichen Teil der Lösung bilden – wenn sie konsequenter genutzt würden.

Dass sich das ändert, dafür engagiert sich Der dichte Bau– als Informationszentrum für Flachdach- und Bauwerksabdichtung in Deutschland und Kommunikationsorgan des vdd Industrieverband Dach- und Dichtungsbahnen e. V. Mit einem Regelwerk, Wettbewerben und Auszeichnungen setzt sich Der dichte Bau dafür ein, dass mehr Flachdächer aktiv genutzt werden. Seit 2023 ruft er zudem jährlich den 20. Mai als den Aktionstag #TagDesFlachdaches aus – und lädt die gesamte Baubranche ein, das Thema gemeinsam voranzutreiben.

„Hunderte Millionen Quadratmeter existierender Flachdachflächen in Deutschland warten förmlich darauf, genutzt zu werden und dem Klimawandel und Wohnraummangel entgegenzutreten.“

– Dr. Rainer Henseleit, Geschäftsführer Der dichte Bau GmbH

Fünf Nutzungsformen, die aus einem Dach mehr machen

Was ein genutztes Flachdach leisten kann, zeigt sich in der Praxis in fünf konkreten Nutzungsformen – jede mit eigenem Beitrag zu Klimaanpassung, Energiewende oder Wohnraumschaffung:

  • Gründach: Urbane Wärmeinseln werden reduziert, Feinstaub gebunden, Biodiversität gefördert. Zusätzlich dämmt die Vegetation das Gebäude gegen Schall, Wärme und Kälte.
  • Retentionsdach: Niederschlagswasser wird bei Starkregen zwischengespeichert und kontrolliert abgegeben – eine wirksame Entlastung für städtische Kanalsysteme.
  • Energiedach: Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen erzeugen Strom oder Wärme. Ein direkter Beitrag zur Energiewende – auf jedem geeigneten Dach.
  • Aufstockung: Neuer Wohn- oder Arbeitsraum entsteht, ohne weitere Flächen zu versiegeln. Ein konkretes Instrument gegen Wohnraummangel im Bestand.
  • Freizeitdach: Terrassen, Gemeinschaftsgärten oder Sportflächen verbessern die Lebensqualität – besonders in dicht besiedelten urbanen Quartieren.

Hinweis:

Detaillierte Betrachtungen aller Nutzungsformen finden Sie hier:

Flachdächer – Die Dachform der Zukunft

Grundlage für jede dieser Nutzungsformen ist eine dauerhaft dichte und fachgerecht ausgeführte Dachabdichtung. Damit diese in der Praxis gelingt, brauchen Planer und Verarbeiter eine belastbare technische Grundlage. Auch dafür sorgt Der dichte Bau.

Das „abc“ bündelt werkstoffübergreifendes Wissen für Planung und Ausführung von Flachdachabdichtungen

Die Planung und Ausführung von Flachdachabdichtungen erfordert fundiertes Fachwissen und den Abgleich mit aktuellen technischen Regeln. Mit dem „abc – Technische Regeln Abdichtungen" stellt Der dichte Bau Planern und Verarbeitern dafür ein herstellerunabhängiges Regelwerk kostenfrei zur Verfügung – und nimmt damit eine aktive Rolle bei der Qualitätssicherung in der Branche ein.

Das Regelwerk existiert seit 1951, seitdem geläufig unter dem Namen „abc der Bitumenbahnen“. Mit der Neuauflage 2025 macht Der dichte Bau es fit für die heutige Praxis: Erstmals führt das abc Informationen zu Abdichtungen mit Bitumen- und Kunststoffbahnen werkstoffübergreifend in einem einzigen Werk zusammen. 

Online ist das „abc" kostenfrei und ohne Registrierung zugänglich unter derdichtebau.de/abc. Eine KI-gestützte Suchfunktion liefert in Sekunden die gewünschte Information. Nach kostenloser Anmeldung steht das vollständige Regelwerk zusätzlich als PDF bereit – auch für die Nutzung offline, etwa auf der Baustelle.

Hinweis:

Das abc wird kurzfristig um werkstoffübergreifende Informationen zur Bauwerksabdichtung ergänzt und damit vervollständigt. Jetzt Newsletter abonnieren und über die Erweiterung informiert bleiben.

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Flachdach Contest: Architekten zeigen, was auf Flachdächern möglich ist

Fachwissen schafft die Grundlage für sichere Planung und Ausführung. Damit sich genutzte Flachdächer stärker in der Baupraxis etablieren, braucht es zusätzlich konkrete Beispiele. Deshalb veranstaltet Der dichte Bau den Flachdach Contest: einen Architekturwettbewerb für realisierte Projekte, die zeigen, wie Flachdachflächen bereits heute aktiv genutzt werden – etwa als Gründach, Solardach, Dachterrasse oder Retentionsfläche. Der Wettbewerb richtet sich an Architektinnen und Architekten in Deutschland. Eingereicht werden können realisierte Objekte mit genutztem Flachdach. Die Gewinner werden durch eine Kombination aus Online-Voting und Fachjury ermittelt. So verbindet der Wettbewerb öffentliche Sichtbarkeit mit fachlicher Bewertung und macht nachvollziehbar, welchen Beitrag genutzte Flachdächer zu Klimaschutz, nachhaltiger Stadtentwicklung und Lebensqualität leisten können.

Die kostenfreie Einreichphase für den Flachdach Contest 2026 endet am 12. Juni 2026. Alle Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme finden sich unter derdichtebau.de/flachdach-contest.

Zertifikat „Flachdach der Zukunft“: Anerkennung für jeden, der genutzte Flachdächer umsetzt

Engagement für genutzte Flachdächer verdient Sichtbarkeit – auch jenseits von Architekturwettbewerben. Mit dem Zertifikat „Flachdach der Zukunft“ (FDZ) schafft Der dichte Bau eine Auszeichnung für alle Beteiligten: Architekten, Planer, Dachdecker, PV-Installateure und Eigentümer können das Zertifikat kostenlos beantragen. Die einzige Voraussetzung dazu ist, dass ein Flachdach aktiv genutzt wird – in welcher Form auch immer.

Das FDZ-Siegel macht nachhaltiges Engagement öffentlich sichtbar: gegenüber Mietern, Auftraggebern und der Öffentlichkeit. Mehr unter derdichtebau.de/zertifikat-flachdach-der-zukunft.

Das Flachdach und die UN-Agenda 2030: Was die Branche zur Nachhaltigkeit beiträgt – und wie sie es belegt

Dass die Nutzung von Flachdächern weit über die Branche hinaus Relevanz hat, belegt ein Blick auf die globale Nachhaltigkeitsziele der UN. Die Agenda 2030 hält unmissverständlich fest: „Dächer und Fassaden dürfen nicht ungenutzt bleiben.“ 193 Staaten haben sich auf dieses Ziel verständigt – und machen Flachdächer damit zu einem Bestandteil der globalen Nachhaltigkeitsstrategie.

Als Kommunikationsorgan des vdd hat Der dichte Bau ein branchenweites SDG-Mapping nach dem international anerkannten „SDG Compass“ begleitet. Die Analyse bewertet die Auswirkungen der Abdichtungsbranche entlang des gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Nutzungsphase bis zum End-of-Life. Das Ergebnis ist differenziert und transparent: Positive Beiträge werden ebenso ausgewiesen wie potenziell negative Auswirkungen. Die vollständige Einordnung aller relevanten Nachhaltigkeitsziele sowie die Maßnahmen der Branche sind einsehbar unter derdichtebau.de/nachhaltigkeit.

Vom Regelwerk bis zur Auszeichnung: Der dichte Bau fördert die Flachdach-Nutzung – machen auch Sie mit

Flachdach Contest, Zertifikat „Flachdach der Zukunft“ und das abc der Abdichtungsbahnen: Der dichte Bau stellt der gesamten Branche konkrete Instrumente bereit – um genutzte Flachdächer sichtbar zu machen, fachlich richtig umzusetzen und öffentlich anzuerkennen. Alle Angebote sind kostenlos zugänglich – für Architekten, Planer, Dachdecker, Eigentümer und alle, die die Nutzung von Flachdach-Flächen vorantreiben wollen.

Am 20. Mai ist #TagDesFlachdaches. Der dichte Bau lädt alle Akteure der Baubranche ein, eigene Projekte und Beiträge auf LinkedIn, Instagram, Facebook und X unter dem Hashtag #TagDesFlachdaches zu teilen – und damit zu zeigen, was auf Deutschlands Flachdächern bereits heute möglich ist.

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