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Kita Bärenhöhle in Esens

Farbige Akzente

28.03.2023

Baujahr: 2020

Esens

Die herausgeschobenen Volumen sind ein besonderer Blickfang in der sonst gradlinigen Architektur des Baukörpers. © Ralph Thater

Kompakt

Beim Neubau der Kita Bärenhöhle in Esens haben die Verantwortlichen die Möglichkeit ergriffen, die Flachdachflächen nachhaltig als Aufstellort für eine Photovoltaikanlage zu nutzen. Im Ergebnis profitiert dadurch nicht nur die Umwelt, sondern es werden auch hohe Energiekosten eingespart.

Architektur-Büro: Architekturbüro Ralph Thater
FDC-Teilnehmer: Ralph Thater
Art des Objekts: Kita mit 7 Gruppen (5 KIGA + 2 KRIPPE)
Fläche des Objekts: 1240 m2
Baujahr: 2020
Flachdach-Eigenschaften: Aufstellfläche für Technik, Solar-/Photovoltaikdach, Sonstiges
Dachabdichtung: Bitumendachbahnen

Kita Bärenhöhle in Esens

Die Kleinstadt Esens liegt nur vier Kilometer entfernt vom niedersächsischen Wattenmeer und ist überregional vor allem durch ihren Fähranleger nach Langeoog im Ortsteil Bensersiel bekannt. Zuletzt wurde in der nordseenahen Gemeinde die Kita „Bärenhöhle“ eröffnet. Der nach Plänen von Ralph Thater aus Wittmund konzipierte Neubau bietet auf zwei Ebenen mit einer Fläche von 1.240 Quadratmetern ausreichend Raum für sieben Gruppen mit bis zu 166 Kindern. Erschlossen werden sämtliche Bereiche über einen doppelgeschossig ausgeführten, dabei straßenseitig leicht zurückliegenden Forumsbereich im Zentrum des Gebäudes, der sich bei Bedarf auch für größere Veranstaltungen nutzen lässt.

Auf den ersten Blick prägend für den Neubau ist die geradlinige und klar strukturierte Architektur aus Beton und Kalksandstein. Ein gelungenes Detail sind die unterschiedlich weit aus dem Baukörper herausgeschobenen Volumen, die sich auch im Innenbereich des Gebäudes wiederfinden und dort als zusätzliche Flächen für die einzelnen Gruppen zur Verfügung stehen.

Weiteren Reiz erhält der abwechslungsreich gestaffelte Neubau durch das differenzierte Farbkonzept, das neben dem grau verputzten Hauptvolumen auch die Pastellfarben Blau, Grün und Orange für die vorgeschobenen Kuben vorsieht. Eines der Volumen wurde außerdem mit einer scheinbar fellbedeckten Fassade in leuchtendem Rot gestaltet, um so assoziativ den Namen der Kita nach außen zu tragen: „Im Zusammenspiel der verschiedenen Farben und Materialien ergeben sich damit je nach Standort immer wieder neue Perspektiven und Eindrücke“, beschreibt Architekt Ralph Thater den Eindruck.

 

Hochwertige Dachabdichtung mit Bitumenbahnen

Großen Wert legten die Verantwortlichen auf einen nachhaltigen und langfristig kostengünstigen Unterhalt des Neubaus. Entsprechend wurde die Kita Bärenhöhle mit einer Gebäudehülle in Passivhaus-Niveau geplant und mit einem eigenen Photovoltaikdach sowie mit ressourcenschonenden Baustoffen wie Kalksandstein oder Holz umgesetzt. Eine wichtige Rolle spielte in diesem Zusammenhang auch eine hochwertige Abdichtung der insgesamt rund 1.370 Quadratmeter großen Dachflächen, die zumeist als Stahlbetondecken, im Bereich der Vorbauten im Erdgeschoss und der Nebengebäude aber abweichend als Binderholz-Brettsperrholzdecken ausgeführt wurden.

In enger Absprache aller Beteiligten wurde entschieden, die Abdichtung der verschiedenen Flächen mit zweilagig verlegten Bitumenbahnen umzusetzen. In einem ersten Schritt wurden dazu entsprechend dem gewählten Warmdachaufbau ein Bitumenvoranstrich und eine Bitumen-Dampfsperre auf dem Stahlbetonuntergrund bzw. auf den Holzdecken aufgebracht. Direkt darüber kam eine EPS-035-Dämmung zum Einsatz: „Um dabei eine sichere Abfuhr von Regenwasser auch bei Starkregenereignissen zu gewährleisten, wurden die Flachdächer durchgehend mit Gefälle zu den Dachtraufen ausgeführt“, erklärt Ralph Thater.

Im nächsten Schritt folgte die Ausführung der zweilagigen Bitumenabdichtung: Als untere Abdichtungslage wurde eine kaltselbstklebende Elastomerbitumen-Unterlagsbahn aufgebracht. Als obere Lage verlegten die Beschäftigten des Dachbetriebes eine Elasto-plastische Premium-Spezialbitumen-Schweißbahn. Nach Fertigstellung der Dachabdichtung konnte abschließend die Photovoltaikanlage auf dem Dach montiert werden: „Die Anlage bietet eine Leistung von 30 kWp und bedient neben dem Allgemeinstrom und dem Strom für die Beleuchtung auch die Wärmepumpe des Gebäudes“, erklärt Ralph Thater. „Konkrete Stromverbrauchswerte liegen bislang noch nicht vor, aber ich gehe von einem Deckungsanteil der PV-Anlage von rund 30 Prozent aus.“

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