Glossar Wurzelschutz; Durchwurzelungsschutz

gründach, Bitumenbahn, Gründach in Stadt, Hizewelle
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Wurzelschutz, auch Durchwurzelungsschutz genannt, ist eine Schicht zur Vermeidung von Wurzeldurchwuchs durch die Dachabdichtung. Der Durchwurzelungsschutz kann durch die Abdichtungsoberlage selbst oder durch eine separate Durchwurzelungsschutzschicht erreicht werden.

 

Welche Formen des Durchwurzelungsschutzes gibt es?

Bitumenbahnen können grundsätzlich auf zwei verschiedene Weisen vor der Durchwurzelung geschützt werden: Durch eine mechanische Lösung oder durch chemische Durchwurzelungsschutzmittel wie zum Beispiel Mecoprop.

Bei der rein mechanischen Lösung verfügen wurzelresistente Spezialbitumenbahnen über eine Metallbandeinlage aus Kupfer und begegnen so dem Wachstumsdruck der Wurzeln mit Hilfe dieser mechanischen Barriere.

Die Alternative ist der Einsatz eines chemischen Durchwurzelungsschutzmittels, üblicherweise Mecoprop. Die radiziden Wirkstoffe, sorgen dafür, dass die Wurzelspitze verhornt und an entsprechender Stelle nicht weiterwächst. Die Wurzel bleibt intakt und treibt an anderer Stelle neu aus. Jegliche Schädigung der Abdichtungsschicht durch einwachsende Pflanzenwurzeln kann so sicher vermieden werden. Die radiziden Stoffe werden bei der Produktion der Bitumenbahnen in sehr geringer Konzentration von deutlich unter 0,5 Gew.-% bezogen auf die Bitumenmasse beigemischt.

   

Braucht man einen Nachweis für den Wurzelschutz?

Sofern durchwurzelungsfest ausgerüstete Polymerbitumenbahnen zum Einsatz kommen, muss der Durchwurzelungschutz eindeutig nachgewiesen sein. Dies kann sowohl durch eine Prüfung nach DIN EN 13948, einem europäischen Prüfverfahren, erfolgen als auch durch das zweijährige Prüfverfahren der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL). Der Nachweis der Durchwurzelungsfestigkeit ist nach beiden Verfahren anerkannt und zulässig.

 

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