Glossar Dampfsperre

Bitumenbahnen bringen alle notwendigen Eigenschaften einer Dampfsperre mit.
Bitumenbahnen bringen alle notwendigen Eigenschaften einer Dampfsperre mit.
© Michaela Born, vdd

Die Dampfsperre ist eine diffusionshemmende oder -dichte Schicht zur Begrenzung der Wasserdampfdiffusion. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Feuchte- und Wärmeschutzes für das Bauwerk. Es wird unterschieden zwischen diffusionshemmenden Schichten (0,5 m < sd < 1.500 m) und diffusionsdichten Schichten (sd > = 1.500 m).

 

Woraus besteht die Dampfsperre?

Dampfsperren bestehen meist aus dickeren Kunststofffolien, oft Polyethylen-Folien oder Aluminiumfolien. Doch auch andere Materialien, wie zum Beispiel PVC-Folien oder Holzplatten können als Dampfsperre verwendet werden.

Darüber hinaus sind auch Polymerbitumen- und Bitumenbahnen als Dampfsperrbahnen geeignet.

 

Was sind die Vorteile von Polymerbitumen- und Bitumenbahnen als Dampfsperre?

Bitumenbahn zur Bauwerksabdichtung
Polymerbitumen- und Bitumenbahnen eignen sich nicht nur zur Abdichtung von Flachdächern – sie sind auch für die Bauwerksabdichtung eine zuverlässige Wahl.
Auch Polymerbitumen- und Bitumenbahnen können als Dampfsperre verlegt werden. Diese Dampfsperrbahnen werden den verschiedensten Beanspruchungen und Anforderungen gerecht und überzeugen durch die folgenden Vorteile:

• Wasserdampfdichtheit

• Luftdichtheit

• einfache und sichere Fügbarkeit der Nähte

• einfache Anschlussmöglichkeit an aufgehende Bauteile

• sehr gute Eignung als behelfsmäßige Abdichtung

• bei geeigneter Oberflächenausrüstung kein zusätzlicher Klebstoff erforderlich für das Aufbringen von Dämmstoff

• bei brandlastarmer Ausrüstung hoher Widerstand gegen Brandbeanspruchung von unten

• Durchtrittfestigkeit auf Profilblechen

• Perforationsfestigkeit auf massiven Untergründen

• Windsogsicherheit

• Winddichtheit

• Dauerhaftigkeit

• einfache Verlegung

Die Eigenschaften von Polymerbitumen- und Bitumen-Dampfsperrbahnen sind in DIN EN 13970 definiert. Die für die jeweilige Anwendung maßgeblichen Eigenschaften sind vom Hersteller anzugeben.
 

Wann wird die Dampfsperre eingesetzt?

Eine Dampfsperre ist im Flachdachaufbau grundsätzlich empfehlenswert. Bei Stahltrapezkonstrutionen über klimatisierten Räumen, Feuchträumen und bei Räumen mit Temperaturen ≥ 20° C und relativer Luftfeuchtigkeit ≥ 60 % ist eine Dampfsperre erforderlich. Übernimmt die Dampfsperre die Funktion der Konvektionssperre und Luftdichtheitsebene nach DIN 4108-7, sind Quer- und Längsnähte dauerhaft zu verschließen. Alle Detailpunkte sind luftdicht anzuschließen. Zur Herstellung der Luftdichtheit sowie einer ggf. erforderlichen Behelfsabdichtung während der Bauphase sollten im Bereich von Quernähten zusätzliche Maßnahmen ausgeführt werden, z. B. flächige Unterlagen oder Blechstreifen, ggf. auch temporär. Längsnähte sind auf den Obergurten anzuordnen. Beschädigungen in der Dampfsperre sind vor Verlegung der Wärmedämmschicht zu verschließen/verkleben.