Technische Regeln Detailausbildungen

Hinweis: Alle nachfolgenden Detailskizzen dienen der prinzipiellen Darstellung und sind unmaßstäblich.

Allgemeines

(1) Genauso wichtig wie die einwandfreie Planung des Dachaufbaues und die fachgerechte Ausführung der einzelnen Schichten ist die funktionsgerechte Herstellung der An- und Abschlüsse der einzelnen Schichten an Dachrändern, aufgehenden Bauteilen und Durchdringungen.


(2) Die Voraussetzungen für die fachgerechte Ausbildung und Ausführung müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden, um Fehler zu vermeiden.


(3) Bei Abdichtungen, die der Anwendungsklasse K2 zugeordnet werden, sind gegenüber der Standardausführung höhere Anforderungen an die Detailgestaltung zu beachten (siehe Abbildung 2).


(4) Anschlussbereiche sollten so ausgebildet und gestaltet sein, dass diese zur Überprüfung und Wartung stets zugänglich sind.


(5) An- und Abschlüsse an Dachrändern, aufgehenden Bauteilen und Durchdringungen sind unabhängig von der Anzahl der Lagen der Flächenabdichtung mindestens zweilagig auszuführen.


(6) Dachdurchdringungen und An- und Abschlüsse müssen dauerhaft luftdicht ausgebildet werden, damit ein Wärmeabfluss und Feuchteschäden vermieden werden, z. B. unter Verwendung geeigneter Dampfsperrbahnen.


(7) An- und Abschlüsse von Abdichtungen müssen bis zu ihrem oberen Ende wasserdicht sein und den mechanischen und thermischen Einwirkungen sowie der Bewitterung Rechnung tragen. Es wird unterschieden zwischen Anschlüssen an Bauteilen, die mit der Unterkonstruktion fest verbunden sind (starrer Anschluss), und Anschlüssen an Bauteilen, die gegenüber der Unterkonstruktion Bewegungen unterschiedlicher Art unterworfen sind (beweglicher Anschluss).


(8) Eine starre Verbindung der Abdichtung an Bauteilen, die statisch voneinander getrennt sind, ist auf jeden Fall zu vermeiden, um eine Überbeanspruchung im Anschlussbereich durch Zug-, Schub- und Scherkräfte auszuschließen. Bei Anschlüssen an beweglichen Bauteilen sind deshalb entsprechende konstruktive Maßnahmen erforderlich.


(9) An- und Abschlüsse sollten aus den gleichen Werkstoffen wie die Abdichtung hergestellt werden. Werden unterschiedliche Werkstoffe verwendet, so müssen diese für den jeweiligen Zweck uneingeschränkt und dauerhaft geeignet und untereinander verträglich sein. Den besonderen Anforderungen der Detailausbildung wird durch Polymerbitumenbahnen Rechnung getragen. Sie zeichnen sich aus durch leichte Verarbeitbarkeit, hohe Wärmestandfestigkeit und Dauerhaftigkeit.

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Wandanschlüsse

(1) Die Anschlusshöhe muss

  • bei Dachneigung bis 5° (8,8 %) mind. 150 mm und
  • bei Dachneigung über 5° (8,8 %) mind. 100 mm

über Oberfläche Belag oder Gesteinsschüttung betragen. In schneereichen Gebieten ist ggf. eine größere Anschlusshöhe erforderlich.

(2) Bei Abdichtungen aus Polymerbitumen- und Bitumenbahnen ist der Anschlussbereich mit einem Haftgrund vorzustreichen. Am Übergang vom Dach zum aufgehenden Bauteil sollte ein Keil, z. B. aus Dämmstoff, angeordnet werden, der eine bessere Fügetechnik gewährleistet. Für Anschlüsse sollten aufgrund der Standfestigkeit Polymerbitumenbahnen verwendet werden. Als Oberlage der Anschlüsse sind Polymerbitumenbahnen mit Beschieferung zu verwenden.

(3) Die Abdichtungsbahnen dürfen nicht aus der Abdichtungs- in die Anschlussebene hochgeführt werden, sondern sind aus Gründen der handwerklichen Durchführbarkeit im Übergang abzusetzen. Bei wärmegedämmten Anschlüssen mit Anschlusshöhen ≥ 0,5 m ist es empfehlenswert, die Bahnen in der Senkrechten zu unterteilen und zu befestigen.

(4) Der obere Abschluss von Anschlüssen muss gegen ablaufendes Niederschlagswasser und gegen Abrutschen gesichert sein.

(5) Sind die Anschlüsse ausreichend hochgeführt und ist der Abdichtungsrand z. B. durch eine abdeckende Wandbekleidung vor einer Wassereinwirkung geschützt und gegen Abrutschen gesichert, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

(6) Sind Anschlüsse an aufgehende Bauteile frei bewittert oder wirkt Spritzwasser ein, sind sie durch Klemmprofile an ausreichend eben hergestellten Untergründen zu fixieren. Anschlüsse mit Wassereinwirkung der Anwendungsklasse K2 sind zusätzlich z. B. durch einen Überhangstreifen vor Wassereinwirkung zu schützen. Die Versiegelung von Klemmprofilen ist dazu nicht ausreichend.

(7) Bei nicht wasserdichten vorgehängten Außenwandbekleidungen und Wärmedämmverundsystemen muss der Anschluss hinter diesen hochgeführt und befestigt werden.

(8) Bei Vorsatzmauerwerk, z. B. Verblendstein, muss eine z-förmige Horizontalsperre über dem Anschluss angeordnet sein. Die Sperre muss hier an die hintere Wand hochgeführt und angeklebt sein.

(9) Mauerwerk o. ä., an dem die Bahnen des Anschlusses hochgeführt, geklebt oder befestigt werden, muss in der Oberfläche eben sein, ggf. ist eine fest haftende Putzschicht aufzubringen. Betonflächen im Anschlussbereich müssen glatt und eben sein und dürfen keine Kiesnester, Risse oder ausgebrochene Kanten aufweisen.

(10) Klemmprofile, die gleichzeitig die Regensicherheit übernehmen, müssen so formstabil sein, dass die Anschlussbahnen durchgehend angedrückt werden. Der Befestigungsabstand sollte nicht mehr als 200 mm betragen. Dazu empfiehlt es sich, die Anschlussbahnen im Bereich der Klemmprofile nicht zu überdecken, sondern durch entsprechenden Zuschnitt stumpf zu stoßen. Die Befestigungsmittel (z. B. Edelstahlschrauben mit Dübel) müssen eine durchgehende Anpressung sicherstellen. Die Einbaulänge der Klemmprofile sollte wegen der thermischen Längenänderung nicht > 2,50 m sein.

(11) Zusätzliche Metallüberhangstreifen über Klemmprofilen erhöhen die Regensicherheit. Überhangstreifen sollten mit dem oberen Ende in eine Nut oder Mauerwerksfuge, schräg nach oben verlaufend, eingeführt werden. Sie sind mit Dichtungsmasse zusätzlich zu sichern. Werden Überhangstreifen am oberen Rand z-förmig abgekantet, muss die Abkantung schräg nach unten ausgeführt werden, so dass ablaufendes Niederschlagswasser nach außen abgeleitet wird.

(12) Bei senkrechten Fugen im Anschlussbereich, z. B. bei Fugen von Betonfertigteilen oder Bauwerksfugen, muss der Anschluss so ausgebildet werden, dass eine Dehnung über dem Fugenbereich möglich ist. Klemmprofile dürfen über beweglichen Fugen nicht durchlaufen. Die Fugen selbst sind durch konstruktive Maßnahmen (z. B. Abdeckungen mit Komprimierbändern) so auszubilden, dass der Anschlussbereich nicht durch Niederschlagswasser hinterlaufen werden kann.

(13) Bei geringfügigen Bewegungen im Anschlussbereich, z. B. bei Betonfertigteilen oder Holzaufkantungen, sollten Anschlussbahnen im Übergangsbereich von der Abdichtungsebene zur Anschlussfläche nicht mit dem Untergrund verbunden werden. Über dem Keil kann der Einbau von Trennstreifen notwendig sein.

(14) Bei genutzten Dachflächen ist der Anschlussbereich gegen mechanische Beschädigung zu schützen, z. B. durch Schutz- oder Abdeckbleche, Steinplatten.

Detailskizzen

Detailskizze 1: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen mit vorgehängter Fassade

Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen mit vorgehängter Fassade
Detailskizze 1: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen mit vorgehängter Fassade

Detailskizze 2: Wärmegedämmter Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen mit vorgehängter Fassade

Wärmegedämmter Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen mit vorgehängter Fassade
Detailskizze 2: Wärmegedämmter Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen mit vorgehängter Fassade

Detailskizze 3: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen

Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen
Detailskizze 3: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen

Detailskizze 4: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Sanierung mit zusätzlicher Wärmedämmung

Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Sanierung mit zusätzlicher Wärmedämmung
Detailskizze 4: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Sanierung mit zusätzlicher Wärmedämmung

Detailskizze 5: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, zweischaliges Mauerwerk mit Dämmung, hinterlüftet

Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, zweischaliges Mauerwerk mit Dämmung, hinterlüftet
Detailskizze 5: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, zweischaliges Mauerwerk mit Dämmung, hinterlüftet

Detailskizze 6: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Mauerwerk mit Wärmedämm-Verbundsystem

Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Mauerwerk mit Wärmedämm-Verbundsystem
Detailskizze 6: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Mauerwerk mit Wärmedämm-Verbundsystem

Detailskizze 7: Wandanschluss – beweglich – mit Polymerbitumenbahnen, mit Hilfskonstruktion

Wandanschluss – beweglich – mit Polymerbitumenbahnen, mit Hilfskonstruktion
Detailskizze 7: Wandanschluss – beweglich – mit Polymerbitumenbahnen, mit Hilfskonstruktion
© vdd Technische Regeln

Detailskizze 8: Wandanschluss – beweglich – mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung, mit Hilfskonstruktion

Wandanschluss – beweglich – mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung, mit Hilfskonstruktion
Detailskizze 8: Wandanschluss – beweglich – mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung, mit Hilfskonstruktion

Detailskizze 9: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung

andanschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung
Detailskizze 9: Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung

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Dachrandabschlüsse

Dachrandausbildung

(1) Die Höhe von Dachrandabschlüssen müssen

  • bei Dachneigung bis 5° (8,8 %) mind. 100 mm
  • bei Dachneigung über 5° (8,8 %) mind. 50 mm

über Oberfläche Belag oder Gesteinsschüttung betragen. In schneereichen Gebieten ist ggf. eine größere Anschlusshöhe erforderlich.

(2) Zweckmäßig sind Randaufkantungen aus Holz, Beton und Mauerwerk. Die Abdichtungsbahnen des Anschlusses sollen bis zur Außenkante der Aufkantungen geführt und befestigt werden. Die Anschlussbahnen sind im Übergangsbereich zur Dachebene abzusetzen. Bei Randhölzern oder Dämmschichten wird empfohlen, mindestens eine Lage der Abdichtung bis über deren äußere Unterkante herunterzuführen. Bei wärmegedämmten Dachrandabschlüssen mit Anschlusshöhen ≥ 0,5 m ist es empfehlenswert, die Bahnen in der Senkrechten zusätzlich zu unterteilen und zu befestigen.

(3) Als oberer Abschluss werden Abdeckungen angebracht. Die Abdeckung sollte ein Gefälle zur Dachseite aufweisen.

(4) Anstelle von Dachrandaufkantungen mit Abdeckungen können mehrteilige Dachrandabschlussprofile verwendet werden. Diese sind so zu konstruieren und zu montieren, dass sich die thermischen Längenänderungen der Profile nicht nachteilig auf die Abdichtungsschicht auswirken können.

(5) Der Anschluss vom Dachrandprofil zur Abdichtungsschicht ist mit einer Polymerbitumenbahn herzustellen.

(6) Im Dachrandbereich muss der Anschluss der Abdichtung winddicht hergestellt werden.

Dachrandabdeckungen

 Mindest- Auf-/Abkanthöhen
Tabelle 7: Mindest- Auf-/Abkanthöhen

(1) Abdeckungen von Dachrandaufkantungen werden aus Metall, aus Faserzement oder anderen geeigneten Werkstoffen hergestellt.

(2) Dachrandabdeckungen sollten ein Gefälle zur Dachseite aufweisen, damit Niederschlagswasser mit den auf der Blendenoberseite sich ablagernden Verunreinigungen nicht nach außen ablaufen kann.

(3) Der äußere senkrechte Schenkel von Abdeckungen sollte den oberen Rand von Wandputz oder Wandbekleidungen zum Schutz vor Schlagregen überdecken (siehe Tabelle 7).

(4) Der Überstand von Abdeckungen muss eine Tropfkante mit mind. 20 mm Abstand (siehe Tabelle 7) von den zu schützenden Bauwerksteilen erhalten.

Skizze Dachrandabschluss
Abbildung 18: Skizze Dachrandabschluss

(5) Stöße von Abdeckungen müssen so ausgebildet sein, dass durch temperaturbedingte Längenänderungen keine Schäden an Abdeckung, Abdichtungsschicht und Außenwand entstehen können.

(6) Halter- und Abdeckbleche müssen so befestigt werden, dass sie den zu erwartenden Windlasten standhalten.

(7) Bei Anschlüssen an aufgehenden Bauteilen sind Aufkantungen und Überhangstreifen erforderlich.

(8) Durchdringungen an Dachrandabdeckungen sind zu vermeiden. Geländerstützen sind an der äußeren senkrechten Fläche oder an der Unterseite von Kragplatten zu befestigen. Blitzschutz oder Elektroleitungen sollten unter der Dachrandabdeckung herausgeführt werden.

(9) Die Ausführungs- bzw. Montagevorschriften der Hersteller sind zu beachten.

Detailskizze 10: Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen mit mehrteiligem Profil

Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen mit mehrteiligem Profil
Detailskizze 10: Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen mit mehrteiligem Profil

Detailskizze 11: Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen

Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen
Detailskizze 11: Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen
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Detailskizze 12: Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen – beweglich

 Dachrandabschluss mit Wandanschluss – beweglich – mit Polymerbitumenbahnen
Detailskizze 12: Dachrandabschluss mit Wandanschluss – beweglich – mit Polymerbitumenbahnen
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Detailskizze 13: Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Dachabdichtung

Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung
Detailskizze 13: Dachrandabschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung
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Anschlüsse an Schornsteine

Kaminanschluss mit Polymerbitumenbahnen
Detailskizze 14: Kaminanschluss mit Polymerbitumenbahnen

An Schornsteinen erfolgt der Anschluss von Abdichtungen wie bei Wandanschlüssen (siehe Absatz "Wandanschlüsse").

An- und Abschlüsse mit Blechen

(1) Lassen sich eingeklebte Winkelblechanschlüsse nicht vermeiden, werden sie aus abgekanteten Metallstreifen (z. B. Kupfer, Titanzink, Edelstahl) hergestellt. Diese Anschlüsse sind Wartungsdetails und sollten zugänglich sein.

(2) Die Bleche sind an Nähten und Stößen wasserdicht zu verbinden. Falzverbindungen sind nicht zulässig.

(3) Dachrandabschlussprofile, die wie Blechverwahrungen direkt in die Abdichtung eingebunden oder eingeklebt werden, sind nicht geeignet.

(4) Unter und hinter Blechanschlüssen, die mit Beton oder Mörtel in direkten Kontakt kommen, muss eine Bitumenbahn als Schutz- oder Trennlage verlegt werden.

(5) Blechverwahrungen sind auf der Unterkonstruktion direkt durch Nagelung in ca. 50 mm Abstand versetzt zu befestigen. Bei nicht nagelbarem Untergrund sind zu diesem Zweck Nagelbohlen (Randhölzer) anzuordnen. Klebeflansche dürfen dachseitig nicht über Randhölzer überstehen oder müssen nach unten abgekantet werden.

(6) Die Einklebefläche von Blechanschlüssen muss mind. 160 mm breit sein. Die Einklebefläche muss sauber und fettfrei sein und sollte mit einem Bitumenvoranstrich versehen werden. Die Abdichtungslagen müssen vollflächig im Lagenrückversatz aufgeklebt werden. Die aufgeklebte Abdichtung sollte mind. 10 mm vor der Aufkantung enden.

(7) Blechanschlüsse müssen mind. 150 mm über Oberfläche Belag hochgeführt werden. Das obere Ende von Blechverwahrungen muss mit einem zusätzlichen und getrennt angebrachten Überhangstreifen gegen hinterlaufendes Wasser abgesichert werden, wenn dies nicht durch andere Abdeckungen verhindert wird, z. B. regensichere vorgehängte Außenwandbekleidungen.

(8) Metallanschlüsse, die in wasserführenden Ebenen liegen, müssen mit einem Korrosionsschutzanstrich versehen werden. Dies gilt nicht für Edelstahlbleche.

(9) Die Richtlinien des ZVSHK sind zu beachten.

Anschlüsse an Türen

(1) Um zu verhindern, dass bei Schneematschbildung, Wasserstau, Schlagregen, Winddruck oder bei Vereisung Niederschlagswasser über die Türschwelle eindringt, darf die Anschlusshöhe im Türbereich 50 mm über Oberfläche Belag oder Gesteinschüttung nicht unterschreiten. Dabei sind im unmittelbaren Türbereich Entwässerungsmöglichkeiten, wie z. B. eine Dränrinne, anzuordnen, so dass kein Wasserstau entsteht. Andernfalls muss die Anschlusshöhe mind. 150 mm betragen.

(2) Türen als Zugänge zu Dachterrassen und Dachflächen müssen im Bereich der Türschwellen und Türpfosten für einen einwandfreien Abdichtungsanschluss geeignet sein.

(3) Der Anschluss an Türschwellen kann durch Hochziehen der Abdichtung wie an Wandanschlüssen oder durch das Einbauen von Türanschlussblechen erfolgen. Anschlüsse müssen hinter Rolladenschienen und Deckleisten durchgeführt werden.

(4) Die Abdichtung von Anschlüssen an Türkonstruktionen aus Kunststoff sollte mit kaltselbstklebenden Bahnen oder Anschlussblechen hergestellt werden. Dabei sind die Herstellervorschriften zu beachten.

(5) Hochgeführte Abdichtungen müssen am Türrahmen mechanisch, z. B. durch Klemmprofile, befestigt werden. Der Anschluss ist durch einen Überhangstreifen zu schützen oder mit Dichtstofffase zu versiegeln.

(6) Blechverwahrungen an Türrahmen müssen in allen Ecken sorgfältig eingepasst werden. Alle Nähte der Blechverwahrungen sind wasserdicht herzustellen.

(7) Barrierefreie Übergänge sind abdichtungstechnische Sonderkonstruktionen und erfordern auf den Einzelfall abgestimmte zusätzliche Maßnahmen, die zwischen Planer, Ausführenden und Bauherrn abgestimmt werden müssen. Die Türelemente müssen für barrierefreie Übergänge geeignet sein.

Detailskizze 15: Terrassentüranschluss mit Polymerbitumenbahnen und Drainrinne (Gitterrost)

Terrassentüranschluss mit Polymerbitumenbahnen und Drainrinne (Gitterrost)
Detailskizze 15: Terrassentüranschluss mit Polymerbitumenbahnen und Drainrinne (Gitterrost)

Detailskizze 16: Türanschluss mit Polymerbitumenbahnen, mit Los-Festflansch – barrierefrei –

Türanschluss mit Polymerbitumenbahnen, mit Los-Festflansch – barrierefrei –
Detailskizze 16: Türanschluss mit Polymerbitumenbahnen, mit Los-Festflansch – barrierefrei –

Dachdurchdringungen

(1) Dachdurchdringungen sind durch planerische Maßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren und möglichst in Sammelschächten zusammenzufassen. Sie können mit Klebe- oder Klemmflanschen ausgeführt werden. Die Einklebefläche der Klebeflansche muss mind. 120 mm breit sein und ggf. mit Voranstrich versehen werden. Die aufgeklebte Abdichtung sollte mind. 10 mm vor der Aufkantung enden. Metallklebeflansche sind zu säubern und zu entfetten.

(2) Aggregate und Aufständerungen sollten auf ausreichend druckverteilende Schutzschichten aufgestellt werden. Ist dies nicht möglich, so sind sie auf Stützen zu montieren. Diese müssen einen geschlossenflächigen, rechteckigen oder runden Querschnitt aufweisen. Der Abstand zwischen Oberkante der Abdichtung und Unterkante des Aggregats soll möglichst 0,50 m nicht unterschreiten. Oberhalb der hochgeführten Abdichtung ist an der Stütze ein wasserabweisendes, dicht angeschweißtes Blech anzubringen.

(3) Bei Dachdurchdringungen soll der Abstand der Außenkanten der Klebeflansche untereinander und zu anderen Details mind. 300 mm betragen, damit die jeweiligen Anschlüsse fachgerecht hergestellt werden können.

(4) Estriche und Plattenbeläge dürfen nicht direkt an Durchdringungen anschließen. Sie müssen durch eine mind. 20 mm breite Fuge von diesen getrennt sein, damit der Anschluss der Abdichtung oder die Durchdringung selbst durch temperaturbedingte Bewegungen des Belags nicht gefährdet wird.

(5) Bei Dachneigungen < 2 % (< 1,2°) und bei Dächern der Anwendungsklasse K2 sollten die Anschlussflansche durch geeignete Maßnahmen, z. B. Dämmplatten, 0,50 m x 0,50 m x 0,05 m, aus der wasserführenden Ebene herausgehoben oder eingeschäumte Manschetten aus Polymerbitumenbahnen verwendet werden.

Dunstrohre

(1) Der Anschluss der Abdichtung an Dunstrohre erfolgt mit vorgefertigten Hülsenrohren aus Metall oder aus Kunststoff, jeweils mit Klebeflansch oder mit eingeschäumter Polymerbitumenmanschette. Die Klebeflansche sind in die Abdichtung einzubinden. Das obere Ende von Formstücken muss gegen hinterlaufendes Wasser gesichert sein.

Detailskizze 17: Anschlüsse mit Polymerbitumenbahnen an Dunstrohr mit Klebeflansch – K2-Ausführung –

Anschlüsse mit Polymerbitumenbahnen an Dunstrohr mit Klebeflansch – K2-Ausführung –
Detailskizze 17: Anschlüsse mit Polymerbitumenbahnen an Dunstrohr mit Klebeflansch – K2-Ausführung –

Detailskizze 18: Anschlüsse mit Polymerbitumenbahnen an Lüfterrohr mit eingeschäumter Polymerbitumenmanschette – Sanierung K2-Ausführung –

Anschlüsse mit Polymerbitumenbahnen an Lüfterrohr mit eingeschäumter Polymerbitumenmanschette – Sanierung K2-Ausführung –
Detailskizze 18: Anschlüsse mit Polymerbitumenbahnen an Lüfterrohr mit eingeschäumter Polymerbitumenmanschette – Sanierung K2-Ausführung –

Antennenmasten, Stützen und Verankerungen, Blitzschutzanlagen

Einfassung mit Polymerbitumenbahnen
Detailskizze 19: Einfassung mit Polymerbitumenbahnen

(1) Antennenmasten o. ä. müssen in der Unterkonstruktion ausreichend sicher befestigt sein.

(2) Hülsen und Metallrohre müssen so ausgebildet sein, dass Tauwasser nicht in den Dachaufbau gelangen kann. Zwischen Hülse und Metall- oder Dunstrohr ist der Hohlraum mit z. B. PUR-Montageschaum zu schließen.

(3) Durch die Anlagenteile der Blitzschutzsysteme darf die Dichtheit des Daches nicht beeinträchtigt werden.

Lichtkuppeln und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

(1) Diese bestehen in der Regel aus Aufsetzkranz und darauf getrennt angeordneten Lichtschalen bzw. Öffnungssystemen. Aufsetzkränze müssen auf dem Untergrund nach Herstellerangaben befestigt werden.

(2) Wird der Anschluss an Aufsetzkränze durch einen Klebeflansch mit Einklebefläche hergestellt, muss dieser mind. 120 mm breit sein. Eingeklebte Anschlüsse bei Dachneigungen unter 5° (8,8 %) müssen ca. 50 mm aus der wasserführenden Ebene angehoben werden. Der Übergang ist keilförmig auszubilden.

(3) Es wird empfohlen, Anschlüsse von Abdichtungen an Lichtkuppelaufsetzkränze durch vollständiges Eindichten des Aufsetzkranzes bis zum oberen Rand herzustellen.

(4) Das Eindichten des Aufsetzkranzes erfolgt mit Polymerbitumen-Schweißbahnen. Bei Anschlusshöhen ≥ 150 mm ist die hochgeführte Abdichtung mechanisch zu befestigen, z. B. mit Klemmschiene oder Klemmprofil.

(5) Der Aufsetzkranz ist in der Regel mit einem Voranstrich vorzustreichen. Nach vollständigem Abtrocknen des Voranstriches sind die Polymerbitumen-Schweißbahnen aufzubringen. Bei hitzeempfindlichen Aufsetzkränzen sollte die Verarbeitung vorzugsweise im Klappverfahren erfolgen oder es sind Kaltselbstklebebahnen mit entsprechendem Voranstrich einzusetzen.

(6) Die Oberkante des Aufsetzkranzes muss mindestens 150 mm über Oberfläche Belag oder Gesteinsschüttung liegen.

(7) Bei Dachneigungen über 5° (8,8 %) sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um einen Wasseranstau vor der firstzugewandten Lichtkuppelseite zu vermeiden (z. B. Einbau von Dämmstoffkeilen für Kontergefälle).

(8) Bei Anordnung mehrerer Lichtkuppelelemente sollte der Abstand zwischen den äußeren Kanten der Klebeflansche der Aufsetzkränze untereinander mind. 0,50 m betragen.

(9) Anschlüsse an Lichtbänder werden als Wandanschluss entsprechend Abschnitt Wandanschlüsse ausgeführt.

Detailskizze 20: Lichtkuppelanschlüsse mit Polymerbitumenbahnen, z. B. Sanierung am Aufsetzkranz hochgeführt – K2-Ausführung –

Lichtkuppelanschlüsse mit Polymerbitumenbahnen, z. B. Sanierung am Aufsetzkranz hochgeführt – K2-Ausführung –
Detailskizze 20: Lichtkuppelanschlüsse mit Polymerbitumenbahnen, z. B. Sanierung am Aufsetzkranz hochgeführt – K2-Ausführung –

Detailskizze 21: Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Klebeflansch aus der wasserführenden Ebene angehoben – K2-Ausführung –

Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Klebeflansch aus der wasserführenden Ebene angehoben – K2-Ausführung –
Detailskizze 21: Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen, Klebeflansch aus der wasserführenden Ebene angehoben – K2-Ausführung –

Detailskizze 22: Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen, mit Einfassung des Aufsetzkranzes – K2-Ausführung –

Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen, mit Einfassung des Aufsetzkranzes – K2-Ausführung –
Detailskizze 22: Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen, mit Einfassung des Aufsetzkranzes – K2-Ausführung –

Detailskizze 23: Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung, mit Einfassung des Aufsetzkranzes

Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung, mit Einfassung des Aufsetzkranzes
Detailskizze 23: Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige Abdichtung, mit Einfassung des Aufsetzkranzes

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Bewegungsfugen

(1) Die Anordnung von Bewegungsfugen in der Dachkonstruktion richtet sich nach baukonstruktiven Erfordernissen. Sie sind in allen Schichten des Dachaufbaues auszubilden.

(2) Die erforderlichen Angaben über die zu erwartenden Bewegungen über Fugen müssen bei der Planung der Abdichtung vorliegen und sind Grundlage für die Konstruktion der Fugenausbildung. Fugenflanken können sich relativ zueinander bewegen. Die Bewegungen können
    ⁃    senkrecht zur Abdichtungsebene, z. B. Setzungen
    ⁃    parallel zur Abdichtungsebene, z. B. Dehnung
    ⁃    als Scherung
    sowie in der Kombination dieser Einzelbewegungen auftreten.

Sie können langsam oder schnell, einmalig, selten oder häufig wiederholt auftreten und unterschiedlich groß sein. Daraus ergeben sich zwei unterschiedliche Fugentypen.
Fugentyp I liegt vor bei langsam ablaufenden, einmaligen oder selten wiederholten Bewegungen (z. B. Setzungsbewegungen, Schwindverkürzungen oder Längenänderungen durch jahreszeitliche Temperaturschwankungen in oberseitig wärmegedämmten Dachflächen) von nicht mehr als 5 mm bei verklebten Abdichtungen bzw. nicht mehr als 10 mm bei lose verlegten Abdichtungen.
Fugentyp II liegt vor bei schnell ablaufenden oder häufig wiederholten Bewegungen (z. B. Längenänderungen durch tageszeitliche Temperaturschwankungen), bei allen Bewegungen von mehr als 5 mm bei verklebten Abdichtungen bzw. mehr als 10 mm bei lose verlegten Abdichtungen sowie bei oberseitig ungedämmten Dachflächen.

(3) Fugen des Typs I können in der Abdichtungsebene ausgeführt werden. Bei verklebten Abdichtungen ist ein Schleppstreifen von mind. 200 mm Breite unter der Abdichtung anzuordnen. Bei lose verlegten Abdichtungen ist die Abdichtung über der Fuge ggf. durch geeignete Maßnahmen, z. B. durch Stützbleche, zu unterlegen. Fugen des Typs II werden unter Berücksichtigung von Größe und Häufigkeit der Bewegungen durch Unterbrechung der Flächenabdichtung hergestellt. Mögliche Maßnahmen sind:

  • schlaufenartige Anordnung geeigneter Polymerbitumenbahnen
  • geeignete Fugenbänder mit Klebeflansch
  • vorgefertigte Fugenkonstruktionen mit integrierten Dichtungsprofilen
  • Los- und Festflanschkonstruktionen mit Fugenbändern

    Fugen des Typs II sollten aus der Abdichtungsebene, z. B. durch Anordnung von Dämmstoffkeilen oder Aufkantungen, herausgehoben werden. Die Teilflächen sollten unabhängig voneinander entwässert werden.

(4) Bewegungsfugen sollten nicht unmittelbar im Bereich von Wandanschlüssen angeordnet werden und dürfen insbesondere nicht durch Ecken von Wandanschlüssen oder Randaufkantungen verlaufen. Ist dies unvermeidbar, so sind besondere konstruktive Maßnahmen notwendig, die geplant werden müssen.

(5) Bei größeren Dehnungs-, Setzungs- oder Scherbewegungen, z. B. in Bergsenkungsgebieten, ist die Abdichtung über Bewegungsfugen durch Sonderkonstruktionen mit Abdeckungen oder Flanschkonstruktionen herzustellen.

(6) Bei Abdichtungen über Bewegungsfugen sind Polymerbitumenbahnen mit hoher Dehnfähigkeit zu verwenden.

(7) Bewegungsfugen sind bis zum Ende der Abdichtung durchzuführen, einschließlich der An- und Abschlüsse.

Detailskizzen

Detailskizze 24: Bewegungsfuge (Fugentyp II, DIN 18531-3) mit Polymerbitumenbahnen auf Stahlbetondecke

Bewegungsfuge (Fugentyp II, DIN 18531-3) mit Polymerbitumenbahnen auf Stahlbetondecke
Detailskizze 24: Bewegungsfuge (Fugentyp II, DIN 18531-3) mit Polymerbitumenbahnen auf Stahlbetondecke

Detailskizze 25: Bewegungsfuge (Fugentyp I, DIN 18531-3) mit Polymerbitumenbahnen auf Stahlbetondecke

 Bewegungsfuge (Fugentyp I, DIN 18531-3) mit Polymerbitumenbahnen auf Stahlbetondecke
Detailskizze 25: Bewegungsfuge (Fugentyp I, DIN 18531-3) mit Polymerbitumenbahnen auf Stahlbetondecke

Detailskizze 26: Gebäude-Bewegungsfuge mit Polymerbitumenbahnen und Abdeckung – K2-Ausführung

Gebäude-Bewegungsfuge mit Polymerbitumenbahnen und Abdeckung – K2-Ausführung
Detailskizze 26: Gebäude-Bewegungsfuge mit Polymerbitumenbahnen und Abdeckung – K2-Ausführung

Dachentwässerung

siehe hierzu auch Zusatzinfos Entwässerung.

Allgemeines

(1) Jede Dachfläche mit einer in das Gebäude abgeführten oder am Gebäude verlaufenden Entwässerung muss mind. einen Ablauf und einen Notüberlauf mit freiem Abfluss über die Gebäudefassade erhalten. Planung und Bemessung erfolgen nach DIN 1986-100.

(2) Innenliegende Dachentwässerungen sind an den Tiefpunkten der Dachfläche zu planen, z. B. Anordnung der Abläufe an den Stellen maximaler Durchbiegung.

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Dachabläufe

 Anschluss mit Polymerbitumenbahnen am Dachablauf mit Aufstockelement
Detailskizze 27: Anschluss mit Polymerbitumenbahnen am Dachablauf mit Aufstockelement

(1) Die Flanschaußenkanten der Dachabläufe sollten einen Abstand von mind. 300 mm von anderen Details haben. Durch Anordnung von Gegengefälle ist sicherzustellen, dass die Entwässerung von diesen Details weg erfolgt. Abläufe müssen so konstruiert und eingebaut sein, dass sie keine Wärmebrücke in der Dachkonstruktion bilden.

(2) Um einen einwandfreien Wasserablauf sicherzustellen, sollten Flansche von Dachabläufen in die Unterlage eingelassen werden. Es wird empfohlen, die Wärmedämmschicht im Ablaufbereich (ca. 1,0 m x 1,0 m) 20 mm dünner auszubilden.

(3) Bei wärmegedämmten Dachkonstruktionen mit Dampfsperre sind zweiteilige Dachabläufe zu verwenden. Befinden sich unmittelbar unter der Decke beheizte oder genutzte Räume, so sind wärmegedämmte Dachabläufe zu verwenden.

(4) Der Grundkörper des Dachablaufs muss mit dem Untergrund verbunden werden.

(5) Der Anschluss der Abdichtung an Dachabläufe erfolgt mit Fest- und Losflansch, Klebeflansch oder integrierten Anschlussbahnen. Die Anschlussbahnen müssen auf das Material der Abdichtung abgestimmt sein.

(6) Fabrikgemäß vorgefertigte Dachabläufe müssen DIN EN 1253-2 entsprechen.

(7) Bei Begrünung ist der Bereich der Dachabläufe von der Vegetation freizuhalten.

(8) Dachabläufe müssen die Abdichtungsebene entwässern, bei genutzten Dachflächen auch die Oberfläche der Nutzschicht. Zur Kontrolle der Dachabläufe sollten die Entwässerungsroste herausnehmbar sein. Entwässerungsroste, die im Nutzbelag fest eingebunden sind, dürfen nicht gleichzeitig mit dem Dachablauf fest verbunden sein. Die unabhängige Eigenbeweglichkeit des Nutzbelages gegenüber dem Entwässerungsrost ist bei der Planung zu berücksichtigen.

Traufausbildung mit Rinne

(1) Erfolgt die Entwässerung von Dachflächen über vorgehängte Dachrinnen, so sollte als Übergang ein Traufblech angeordnet werden. Die Einklebefläche von Blechanschlüssen muss mind. 160 mm breit sein. Die Einklebefläche muss sauber und fettfrei sein und sollte mit einem geeigneten Voranstrich versehen werden. Die Abdichtungslagen müssen vollflächig im Lagenrückversatz aufgeklebt werden. Diese Ausführung entspricht der Anwendungsklasse K1.

(2) Bei nicht nagelbarem Untergrund sind Nagelleisten, bei einer vorhandenen Dämmschicht Randbohlen vorzusehen. Randbohlen müssen 10 mm dünner als die vorhandene Dämmschicht sein. Traufbleche sollten dachseitig nicht über die Randbohle oder Nagelleiste überstehen oder müssen nach unten abgekantet werden.

(3) Werden Verstärkungsstreifen oder die Oberlage der Abdichtung bis zur Abtropfkante heruntergezogen, hat das Blech keine Dicht-, sondern Stützfunktion. Hier genügt eine lose Überlappung der einzelnen Stützbleche untereinander von ca. 50 mm und eine direkte Befestigung der Bleche durch versetztes Nageln in ca. 50 mm Abstand. Diese Ausführung entspricht der Anwendungsklasse K2.

(4) Rinnenhalter müssen in Deckunterlagen oder Randbohlen eingelassen sein.

(5) Bei Abdichtungen ohne schweren Oberflächenschutz sind bei Rinnen aus Zinkblech Maßnahmen zum Korrosionsschutz erforderlich.

(6) Die Richtlinien des ZVSHK sind zu beachten.

Detailskizzen

Detailskizze 28: Anschluss mit Polymerbitumenbahnen und vorgehängter Dachrinne – K2-Ausführung –

Anschluss mit Polymerbitumenbahnen und vorgehängter Dachrinne – K2-Ausführung –
Detailskizze 28: Anschluss mit Polymerbitumenbahnen und vorgehängter Dachrinne – K2-Ausführung –

Detailskizze 29: Anschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige mechanisch befestigte Abdichtung – vorgehängte Dachrinne –

Anschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige mechanisch befestigte Abdichtung – vorgehängte Dachrinne –
Detailskizze 29: Anschluss mit Polymerbitumenbahnen für die einlagige mechanisch befestigte Abdichtung – vorgehängte Dachrinne –