Wissenswertes Eine Serie mit Wissen über Bitumen und Bitumenbahnen

Wussten Sie eigentlich, dass...

Zwei Drittel aller Flachdächer in Deutschland mit Bitumenbahnen abgedichtet werden?

Schweißverfahren, beschieferte Oberlagsbahn
© derdichtebau

Dafür gibt es gute Gründe: Die verlässlichen Eigenschaften des extrem belastbaren Materials bieten größtmögliche Sicherheit. Die Bahnen lassen sich leicht verarbeiten und sind für viele Einsatzmöglichkeiten geeignet. Doppelt genäht hält besser, heißt es im Volksmund. Das gilt auch für die Dachabdichtung. Eine zweilagige Verlegung der Bahnen aus Bitumen und Polymerbitumen ist in jedem Fall empfehlenswert.

Mehr dazu im bald erscheinenden Regelwerk »Technische Regeln – abc der Bitumenbahnen«.

Hier geht es zur Vorbestellung der Technischen Regeln.

Bitumen vs. Teer - Die Unterschiede

Unterschiede Bitumen und Teer
Gleich und doch verschieden: Bitumen vs. Teer

Bitumen und Teer werden immer noch verwechselt und es wird vielfach kein Unterschied zwischen diesen beiden Stoffen gesehen (Glet, 1996). Alles was schwarz ist wird als Teer oder, wenn die Substanz flüssig ist, als Pech bezeichnet. Dies führte und führt noch immer dazu, dass Gefahren beim Umgang mit Bitumen gesehen werden, die nachweislich nur beim Umgang mit Pech oder Teer auftreten. Insbesondere gilt dies für den Gehalt an polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, sowie deren Leitsubstanz, dem Benzo[a]pyren (BaP).

Seit 1983 wird Bitumen begrifflich strikt von Teer getrennt. Die DIN EN 12 597 beschreibt nur noch Bitumen und bitumenhaltige Produkte. Die Tabelle listet die (optischen) Gemeinsamkeiten sowie vor allem die wesentlichen Unterschiede zwischen Teer und Bitumen auf. Auch die BaP-Konzentrationen bei Ausbrucharbeiten von Teerklebern (50 bis deutlich über 100 μg/m3) und dem bitumenhaltigen Gussasphalt (0,099 μg/m3) machen die Unterschiede von Teer und Bitumen deutlich.

Quelle: http://www.bgbau.de/gisbau/publikationen/brosch/downloads/Sachstand.pdf