Glossar Wärmedämmung

Wärmedämmung auf einem Flachdach
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Die Wärmedämmung dient der Minderung des Durchganges von Wärme durch eine Hülle. Dadurch sorgt sie für Schutz vor Abkühlung oder Erwärmung. Speziell die Flachdachdämmung ist Gegenstand dieses Glossareintrags.

 

Was ist eine Wärmedämmung?

Die Wärmedämmung ist eine Schicht im Dachaufbau, die den Wärmedurchgang zwischen innen und außen vermindert. Sie ist entsprechend den Anforderungen und Belastungen zu dimensionieren. Die jeweils gültige Energieeinsparverordnung und der Mindestwärmeschutz sind zu beachten.
 

Welche Materialien werden zur Wärmedämmung beim Flachdach verwendet?

Für die Wärmedämmung abzudichtender Dächer dürfen nur genormte Dämmstoffe verwendet werden. Dämmstoffe der Baustoffklasse B3 „leicht entflammbar“ bzw. Euroklasse F dürfen nicht verwendet werden. Genormte Dämmstoffe sind in den Normen DIN EN 13162 bis 13167 geregelt. Zu den gängigsten Materialien, die für die Wärmedämmung des Flachdachs eingesetzt werden, zählen:
  • Mineralwolle (MW)
  • Polystyrol-Hartschaum (EPS)
  • Polystyrol Extruderschaum (XPS)
  • Polyurethan (PU)
  • Schaumglas (CG)

Diese verschiedenen Dämmmaterialien verfügen über unterschiedliche Eigenschaften. So verfügt Minerallwolle (MW) zum Beispiel über eine geringere Druckbelastbarkeit als Polyurethan-Hartschaum oder Schaumglas (CG) und sollte deshalb nur für nicht genutzte Dächer (Dächer, die nur zum Zwecke der Pflege und Wartung und allgemeinen Instandhaltung begehbar sind) verwendet werden.

   

Was ist eine Gefälledämmung?

Verfügt ein Flachdach über kein oder ein nicht ausreichendes Gefälle, kann eine Gefälledämmung die Lösung sein. Eine Gefälledämmung besteht aus keilförmig geschnittenen Dämmplatten, die für die Herstellung von geneigten Dächern genutzt werden können.
Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, eine Gefälledämmung mittels bitumengebundener Schüttungen aus expandierten Mineralien herzustellen und so für eine Gefällegebung zu sorgen.