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Köln Kranhaus1 Windstarkes Flachdach

Objekt: Kranhaus1
Standort: Im Zollhafen 12, 50678 Köln
Bauherr: Generalunternehmen: HOCHTIEF Construction AG
Planung: BRT Bothe Richter Teherani (Miturheber: Arch. Alfons Linster, Trier)
Fertigstellung: 2006 bis 2009
Entwicklung und Vermietung: DEVELOPMENT PARTNER AG


Besonderheiten: Flächennutzung: 16.000 qm Bürofläche, ca. 200 TG-Plätze, 15 Geschosse, Gesamtfläche 16.000 m², Erdgeschoss Showroom, 1. bis 9. Obergeschoss ca. 630 m², 10. bis 14. Obergeschoss ca. 1.900 m², Gebäudemaße Höhe 60 m / Länge 70 m / Breite 34 m
Generalunternehmen: HOCHTIEF Construction AG

 

Das Ensemble der drei Kranhäuser prägt das markante Bild des neu entstehenden Kölner Rheinauhafens. Gleichzeitig zeigen die Bauwerke auf architektonische Weise die alte Aufgabe des Hafens. Der Entwurf stammt vom Hamburger Architekturbüro BRT Bothe Richter Teherani (Miturheber: Arch. Alfons Linster, Trier).

Seit fast 20 Jahren läuft die Planung der Umgestaltung des ehemaligen Hafengebietes. Im Zuge der Reurbanisierung entsteht hier ein modernes Dienstleistungs-, Büro- und Wohngebiet auf dem zwei Kilometer langen, 200 Meter breiten und knapp 30 Hektar großen Gelände. Mit den 2010 fertig gestellten Kranhäusern erhält Köln einen spektakulären Anblick der scheinbar über das Wasser ragenden überdimensionierten Kräne von 60 Metern Höhe, 70 Metern Länge und 34 Metern Breite. Tatsächlich enden die Winkel-Bauwerke in der Flucht zum Ufer. Recht zierlich wirken die noch verbliebenen Ladekräne gegen diese Monumente.

Das mittlere Kranhaus entstand von Ende 2006 bis Anfang 2009 und trägt den einfachen, aber bezeichnenden Namen Kranhaus1. Im Jahr 2009 angelte sich der Kran den internationalen Immobilien-Oskar, den MIPIM-Award, als Bürogebäude des Jahres. Architekt Hadi Teherani nahm den Preis persönlich entgegen bei der feierlichen Preisverleihung im Palais des Festivals in Cannes.

Das Bürogebäude des Jahres 2009
Die 15 Etagen bieten 16.000 qm modernste Bürofläche. Dazu gehören noch ca. 200 Tiefgaragenplätze in der „längsten Tiefgarage Europas“, die sich auf einer Länge von 1.600 Metern unter dem Gelände erstreckt. Die zukünftigen Mieter genießen die optimale Rheinlage, die Nähe zur Kölner City sowie die infrastrukturelle Anbindung an Schiene und Autobahn. Derzeit sind schon über 80% vermietet (Stand März 2011).

Brückenbaukonstruktion
Die optisch identischen Drillingsbauten sind in der Konstruktion ebenfalls identisch, zeigen allerdings in der Ausführung unterschiedliche Details. Die Basis bildet jeweils der Hauptturm. Der relativ konventionelle Stahlbetonskelettbau bietet rund 600 qm Geschossfläche. Die fünf auskragenden, obersten Geschosse zwischen Haupt- und Aufzugsturm ruhen auf einem komplexen Brückentragwerk aus vorgespannten Stahlbeton-Hohlkastenträgern. Dabei bietet das Anfangsgeschoss in 40 m Höhe durch seine geschlossene Fassade aus Aluminiumblechkasten eine ideale Lagerfläche für die Büros und ersetzen damit den fehlenden Keller.

Details in der Ausführung
Bei der Entwicklung des Kranhaus1 hat sich die Development Partner AG für hochwertige Materialqualität entschieden und Wert auf niedrige Instandhaltungskosten gelegt. Dabei wurden auch praktische Aspekte berücksichtigt. So ermöglicht die vorgefertigte, einschalige Glasfassade öffenbare Fensterbügel, um die Nähe zum Rhein in allen Bürogeschossen fühlbar zu machen. Durch die einfache Glasfront war ein außenliegender Sonnenschutz nötig, der die lagebedingte Windbelastung verkraftet. So kamen Im Windkanal erprobte besonders geformte Außenlamellen zum Einsatz.

 

Windstarkes Flachdach

Auch die Dachabdichtung musste den Windlasten entsprechend ausgelegt sein. In 60 Metern Höhe sorgen 3.500 qm hochwertige Polymerbitumenbahnen für eine sichere Abdichtung. Auf der Stahlbetondecke wurde eine Foamglaswärmedämmung in Heißbitumen verlegt. Die Abdichtung erfolgte zweilagig mit vollflächig verschweißten Polymerbitumenbahnen. Rot beschieferte, speziell für die Begehung geeignete Elastormerbitumenbahnen markieren die Laufwege auf dem Dach.

Die exponierte Lage, das kreative Spiel der Architektur und das nachhaltige, auf Qualitätsmaterialien ausgerichtete Gebäudekonzept versprechen eine langfristig gute Investition für alle Beteiligten, ein interessantes Objekt für Vermieter und Mieter sowie eine Attraktion für die Stadt Köln.

Mehr zum Kranhaus unter http://www.kranhaus1.de