Glossar Dachpappe

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Bitumenbahnen werden heute noch als Dachpappe bezeichnet
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Dachpappe, früher auch Teerpappe genannt, ist ein Begriff für in Bitumen getränkte Pappe, die als Abdichtungsmaterial verwendet wird. Die ersten „Dachpappen“ wurden Mitte des 19. Jahrhunderts auf Teerbasis hergestellt und machten zum ersten Mal möglich, flache und flachgeneigte Dächer zuverlässig abzudichten.

 

Woher kommt der Begriff Dachpappe?

Im Jahr 1842 veröffentlichte Friedrich Wilhelm Buttel, seinerzeit Baumeister in Neustrelitz die Monografie „Praktische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben, und einem Anhange über die flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden“. In dieser Schrift beschrieb Buttel erstmals die „Dachpappe“ – und legte damit das Fundament für ein Produkt, das in seiner heutigen Form von Flachdächern nach wie vor nicht wegzudenken ist.

 

Gibt es einen Unterschied zwischen der Dachpappe und der Bitumenbahn?

Obwohl der Begriff Dachpappe heute noch umgangsprachlich für Bitumenbahnen verwendet wird, gibt es Unterschiede zwischen der einstigen Dachpappe und dem heutigen High-Tech-Werkstoff Bitumenbahn. Der größte Unterschied liegt dabei in dem verwendeten Werkstoff. So wurde die Dachpappe in den Anfangsjahren noch unter Verwendung von Teer hergestellt. Erst ab 1920 wurden die ersten teerfreien Bitumenbahnen auf den deutschen Markt gebracht. 

Im Gegensatz zur einstigen Dachpappe sind Bitumenbahnen heutzutage kunststoffmodifiziert und verfügen über Trägereinlagen, die aus verstärkten Glasvliesen, gewebten Glasfäden, Kunststoffspinnvliesen sowie aus der Kombination dieser Werkstoffe bestehen. Träger und Bitumendeckschichten sind aufs Sorgfältigste aufeinander abgestimmt, um allen Beanspruchungen standzuhalten, denen Flachdachkonstruktionen ausgesetzt sind.

Deshalb sind die Bahnen der heutigen Generation nicht mit den "Dachpappen" vergangener Zeiten vergleichbar.