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Weltweit ein Dachbaustoff
Jüngstes Beispiel hierfür ist der Erweiterungsbau der Lagerhalle Gebäude 49. Aufgabe war es, eine bereits bestehende Halle von 8.000 Quadratmetern Grundfläche um weitere 7.000 Quadratmeter zu ergänzen. Bei so großen Grundflächen ist gerade die Wahl der geeigneten Dachbahnen von entscheidender Bedeutung für die Dauerhaftigkeit des Gebäudes. Denn eine Fläche von 15.000 Quadratmeter muss extremen Belastungen durch Niederschläge, Sonneneinstrahlung und mechanischen Einwirkungen standhalten. Da das Gebäude von allen Seiten optimal zugänglich ist, ergaben sich während der gesamten Bauphase keinerlei logistische Schwierigkeiten, trotz des enormen Materialaufwandes.
Bis vor rund zehn Jahren wurde bei Miele ausschließlich auf Kunststoffbahnen in der Flachdachabdichtung gesetzt. Langzeituntersuchungen auf den Dächern des Unternehmens haben allerdings gezeigt, dass im Laufe der Jahre Kunststoffbahnen massiv an Weichmachern verlieren. Die Folge sind Brüche und Risse innerhalb der Bahnen, die auch zu Schäden der Dachunterkonstruktion führen können. Bei sämtlichen Mieledächern bestand deshalb früher verstärkter Sanierungsbedarf. Damit die Dächer auch langfristig bei dem westfälischen Unternehmen dicht bleiben, entschied man sich vor zehn Jahren dazu nur noch Polymerbitumenbahnen zu verwenden. Diese Anweisung gilt dabei nicht nur für das Hauptwerk in Gütersloh, sondern für alle Produktionswerke und Niederlassungen von Miele weltweit.
Den Erweiterungsbau von Gebäude 49 plante Hans-Martin Bräkling, Abteilungsleiter Hochbau in der zehn Mann starken Bauabteilung bei Miele, als Trapezdach. Diese Ausführung ist bei dem Unternehmen zum Standard geworden. Der Aufbau der Dachkonstruktion sieht zunächst eine feuerfeste Mineralfaserdämmung vor. Darauf liegt eine zweilagige Abdichtung aus Polymerbitumenbahnen. Auf eine Dampfsperre wird völlig verzichtet. Lediglich bei besonderen Temperaturbeanspruchungen, wie sie beispielsweise bei der hochwertigen Nutzung vor allem in der Elektronikfertigung entstehen, sieht Miele den Einsatz einer Dampfsperre vor. In diesen Produktionshallen kommt es zu massiven Temperaturbelastungen, die das Dach von unten banspruchen und zu Diffusion führen. Bei Gebäude 49 handelt es sich aber um eine Lagerhalle.

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