Der Verband vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V.

Der vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V. ist der Verband der Bitumenbahnenhersteller in Deutschland. Er vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen seiner Mitgliedsunternehmen. Seit über 115 Jahren leistet der vdd  europaweite Normungs- und Lobbyarbeit und versorgt die verschiedenen Dachspezialisten (Architekten, Planer und Verarbeiter) mit Informationen rund um das Thema Dachabdichtung.

Dialogorientiert agiert der Verband als Bindeglied der verschiedenen Interessengruppen. Zusammen mit mit anderen Verbänden der Baubranche ist der vdd in zahlreichen Fachausschüssen an der Erarbeitung von Normen und Richtlinien beteiligt.

Organisation

Insgesamt 10 Dachbahnenhersteller mit 18 Produktionsstätten in Deutschland gehören dem vdd heute an. Vertreter dieser Mitgliedsfirmen wählen in der Mitgliederversammlung den Vorstand und Beirat. In den Fachausschüssen Technik und Umwelt arbeiten Fachleute aus den einzelnen Mitgliedsfirmen an für die Branche wichtigen Themen.

Während sich der Fachausschuss Technik mit anwendungstechnischen Themen befasst, sich mit der Umsetzbarkeit von Normen auseinandersetzt und die Qualität der Werkstoffe unter die Lupe nimmt, beschäftigt sich der Ausschuss Umwelt mir der Ökologie von Bitumenbahnen und Richtwerten. Auch die regelmäßige Überarbeitung des Regelwerks der Branche, die "Technischen Regeln - abc der Bitumenbahnen", gehört zu den Aufgaben des Ausschusses Technik.

Der vdd im Detail

Geschichte des vdd

Der vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V. blickt auf eine mittlerweile über 115-jährige Erfolgsgeschichte des Verbandes, der Bitumenbahn-Hersteller und deren Produkte zurück.

1901: Gründung des Verbandes deutscher Dachpappenfabrikanten e.V.

Stephan Mattar, Gründer, Ehrenmitglied und erster Vorsitzender des Verbandes Deutscher Dachpappenfabrikanten e.V. (1901 – 1921

1902: Konfirmationsfest des Verbandes: Kongress des Verbandes deutscher Dachpappenfabrikanten auf der Ausstellung, 1902, Düsseldorf

1906: Die ersten Normenarbeiten für die Festlegung der Anforderungen für Rohpappe beginnen

1915: 95 Dachpappenbetriebe werden vom Kriegsamt stillgelegt. Der Verband kämpft erfolgreich gegen die Fortsetzung dieser Politik.

1916: „Die Bedeutung der Dachpappe im Weltkriege“, Stephan Mattar 1916

1919-1923: Der Verband setzt sich gegen das „Gesetz bezüglich der Verunstaltung von Stadt und Land“, das das Flachdach als undeutsch bezeichnet, und für die Vorteile des Flachdaches ein. Erste Überlegungen zur Einrichtung einer selbständigen Werbeabteilung werden getroffen.

1921: Herr Kommerzienrat Dr. A. Malchow übernimmt den Sitz des Vorsitzenden des vdd

1926: Der vdd feiert sein 15-Jähriges Jubiläum

„Das flache Dach – Das Dach unserer Zeit“ wird in einer Auflage von 410.000 Exemplaren gedruckt und über Zeitschriften verteilt.

1928: Namensänderung in: Reichsverband Deutscher Dachpappenfabrikanten e. V. (RDD).

Die ersten DIN-Normen für Teerdachpappen und Tränkmassen werden verabschiedet, die ersten DIN-Normen für Bitumendachpappen, Tränk- und Deckenmassen werden genehmigt.

1933-1945: Während des zweiten Weltkrieges wird, aufgrund des Gesetzes zur Vorbereitung des organischen Aufbaus der deutschen Wirtschaft, der RDD in eine selbstständige Fachuntergruppe mit eigener Geschäftsführung unter dem Namen „Fachuntergruppe Dachpappenindustrie“ der Wirtschaftsgruppe „Chemische Industrie“ überführt. 

1936: Großbrand der Bitumen-Pappenfabrik von Binné & Sohn durch Überhitzung des Bitumenrührwerks

1949: Im April erfolgt die Wiedergründung des Verbandes der Dachpappenindustrie e. V. Als Vorsitzender wird Herr Direktor C. Munzel ernannt. 65 Firmen werden Mitglied. Sitz des Verbandes ist Wiesbaden.

1951: Beitritt zum Verband der chemischen Industrie mit Sitz in Frankfurt und Einführung eines RAL-Gütezeichens

Technische Schriftenreihe: „ABC der Dachpappe“ wird mit einer Auflage von ca. 20.000 Exemplaren gedruckt

1958: Der Sitz des vdd wird nach Frankfurt verlegt.

1962: Aufgrund von zunehmenden Diskussionen zum Thema Flugfeuer und strahlender Wärme organisiert der vdd Brandversuche im Material-Prüfungsamt in Dortmund und schafft damit die Voraussetzung zur Anerkennung als „Harte Bedachung“

1965: Die Mitgliederversammlung beschließt eine Namensänderung in „Verband der Dach- und Dichtungsbahnen Industrie e. V.“ (vdd)

1967: Herr Dr. E. Braun wird Vorsitzender des vdd.

1973: Namensänderung in „Industrieverband bituminöse Dach- und Dichtungsbahnen“

1975: Umweltfragen beeinflussen zunehmend die Arbeit des Verbandes

1978: Der Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit konzipiert und veröffentlicht den „Flachdach-Report“ mit einer Erstauflage von 152.000 Exemplaren

1982: Namensänderung in „vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e. V.“

1984: Herr W. Andernach wird zum Vorsitzenden des vdd gewählt

1985: Dachbegrünungen werden immer beliebter. Der Ausschuss Anwendungstechnik befasst sich mit Normungsarbeiten für die Dachbegrünung.1987: Herr Dipl.rer.pol. B. Haushofer wird Vorsitzenden des vdd

1990-1992: Das Thema Umweltschutz wird immer wichtiger. Der vdd erteilt vorsorglich einen Forschungsauftrag über die Emissionen von Heißbitumen.

Die DIN 18531 „Dachabdichtungen, Begriffe, Anforderungen, Planungsansätze“ wird verabschiedet.

Der Ausschuss Technik konzentriert sich auf die Sanierung von alten Bitumendächern, die besonders in den neuen Bundesländern zu erwarten ist.

1992: Der Ausschuss Recycling stellt das Interseroh-Sammel- und Entsorgungskonzept vor

1995: Erstellung einer Ökobilanz Bitumenbahnen

1999: Herr P.-H. Bauder wird zum Vorsitzenden des vdd gewählt

2002: aus dem „abc der Bitumenbahnen“ werden die „Technischen Regeln für die Planung und Ausführung mit Polymerbitumen- und Bitumenbahnen – abc der Bitumenbahnen“

2002: das neue Internetportal derdichtebau.de wird auf der Architektenmesse ACS in Frankfurt vorgestellt (erster Auftritt des vdd auf einer Architektenmesse)

2003: Technische Regeln zum ersten Mal auf einem digitalen Datenträger (CD-ROM)

2007: Gründung der die bitumenbahn GmbH

2009: eine mehrere Jahre andauernde Konsolidierungsphase der Branche ist beendet, die Zahl der im vdd organisierten Hersteller stabilisiert sich bei 11 Mitgliedsunternehmen

2013: die neue europäische Bauproduktenverordnung tritt in Kraft

2017: Auflage 6 der „Technischen Regeln“ erscheint, überarbeitet nach den Vorgaben der neuen Abdichtungsnormen DIN 18531 bis DIN 18535

 

Heute deckt der vdd mit seinen Mitgliedern ca. 95 % des Bitumenbahnenmarktes in Deutschland ab. Die jährliche Produktionsmenge liegt bei ca. 170 Mio Quadratmeter.

 

Aufgaben und Ziele des vdd

Der vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V. mit Sitz in Frankfurt blickt auf eine mittlerweile weit über 100-jährige Erfolgsgeschichte des Verbandes, der Mitgliedsfirmen und deren Produkte zurück. Seit seiner Gründung im Jahre 1901 vertritt der vdd die Interessen seiner Mitglieder auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene und deckt dabei ein breites Spektrum an Aufgabenfeldern ab.

Ein Schwerpunkt ist die Normungsarbeit. So ist der Verband mitverantwortlich für die Initiierung und Ausarbeitung von DIN-Normen, die anhand von gesicherten Ergebnissen aus Wissenschaft, Technik und Erfahrung erarbeitet werden und Planern, Verarbeitern und Architekten als Orientierung dienen. Weitere Themen wie bespielsweise die Diskussion über das Gefährungspotenzial von Bitumen, die Erstellung von Ökobilanzen oder auch Verwertung und Recycling von Baustellenabfällen und Altdächern begleiten die Verbandsarbeit über viele Jahre hinweg.

Ebenso ist der vdd im Hinblick auf die Meinungspflege nach Außen aktiv. Durch regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gestaltet der vdd das Meinungsbild mit und fördert die positive Wahrnehmung von Bitumenbahnen als Abdichtungsmaterial und von Flachdächern allgemein. Darüber hinaus unterstützt der Verband durch spezialisierte Informationsbereitstellung Dachspezialisten, Bauherren, Schulen und Universitäten.

Der vdd ist dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) als Fachverband angegliedert und nutzt die sich aus der Zusammenarbeit mit Experten und Gremien ergebenden Synergien, um z.B. optimale Lösungen für technische Fragen erarbeiten. Dadurch können technische Probleme gelöst und Sachverhalte geklärt werden, die für einzelne Firmen allein nicht zu bewältigen wären.

Mitglieder

Zu den Mitgliedern des vdd zählen die führenden Hersteller von Dach- und Dichtungsbahnen: Bauder GmbH & Co. KG, Binné & Sohn GmbH & Co. KG, Georg Börner, Chemisches Werk für Dach- und Bautenschutz GmbH & Co. KG, C. Hasse & Sohn, Inh. E. Rädecke GmbH & Co. KG, HILLE Dachbaustoffe, Arthur Hille GmbH & Co. KG, Icopal GmbH, Mogat-Werke, Adolf Böving GmbH, W. Quandt GmbH & Co. KG, Soprema GmbH, Vedag GmbH.

die bitumenbahn

Unter dem Begriff "die bitumenbahn" vereinen sich alle Produkte der vdd-Mitgliedsfirmen und damit alle Polymerbitumen- und Bitumenbahnen der Hersteller. "Schicht für Schicht zuverlässig dicht!" ist nicht nur die gemeinsame Aussage, sondern ein Qualitätsversprechen.

Veröffentlichungen des vdd

Die vom vdd herausgegebenen Fachinformationen und Broschüren sind sowohl für Bauherren und Planer als auch für Verarbeiter eine wertvolle Planungs- und Arbeitshilfe. Sie entsprechen dem neuesten Wissensstand, greifen aktuelle Themen und technische Innovationen auf und informieren über aktuelle technische Regeln und Normen. 

Technische Regeln - abc der Bitumenbahnen

Bereits seit der ersten Version 1951 gelten die „Technischen Regeln - abc der Bitumenbahnen“ des vdd als eines der wichtigsten Nachschlagewerke der Branche. Bei Planern und Verarbeitern sowie bei Studierenden und Auszubildenden hat sich das Kompendium als Standardwerk und verlässliche Unterstützung bei der fachgemäßen Abdichtung mit Bitumenbahnen etabliert.

Es umfasst alle relevanten Informationen zur Planung und Ausführung von Abdichtungen mit Bitumenbahnen und wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Detailskizzen und Abbildungen verdeutlichen die beschriebenen Inhalte und helfen bei der Umsetzung der Normen. Eine interaktive, speziell für Smartphones und Tablets entwickelte Version ermöglicht im ePUB- oder interaktiven PDF-Format den schnellen Zugriff auf alle Informationen direkt auf der Baustelle.