Technische Regeln Bauwerksabdichtung Schutzmaßnahmen und Schutzschichten

Schutzmaßnahmen

(1) Schutzmaßnahmen sind bauliche Maßnahmen, die zum vorübergehenden Schutz von Bauwerksabdichtungen gegen schädigende Einflüsse, z. B. während der Bauarbeiten, getroffen werden. Sie müssen auf die Dauer des maßgebenden Bauzustandes abgestimmt sein.

(2) Die Anforderungen, die baulichen Erfordernisse und die konstruktiven Ausführungen der Schutzmaßnahmen regelt DIN 18195-10.

(3) Folgende Schutzmaßnahmen können erforderlich sein:

Maßnahmen, die verhindern, dass Baustoffe oder Geräte auf der Abdichtung gelagert werden.
Maßnahmen, die die Abdichtung gegen mögliche schädigende Beanspruchungen durch Grund-, Stau- und Oberflächenwasser schützen. Eine ausreichende Sicherung gegen Auftrieb muss vorhanden sein.
Maßnahmen, die bei der Montage von Bewehrungen im Zuge vorzunehmender Betonarbeiten Schädigungen der Abdichtung vermeiden.
Maßnahmen, die Abdichtungen, z. B. an senkrechten und geneigten Flächen, vor schädigender Wärmeeinwirkung schützen.
Maßnahmen, die Beschädigungen der Abdichtung bei jeglichen Hinterfüllarbeiten an abgedichteten Wandflächen vermeiden.

Schutzschichten

(1) Schutzschichten sind Bauteile, die zum dauerhaften Schutz von Bauwerksabdichtungen gegen schädigende statische, dynamische und thermische Einflüsse angeordnet werden.

(2) Schutzschichten selber dürfen Abdichtungen nicht beschädigen, z. B. durch Bewegungen oder Verformungen.

(3) Die weitreichenden Anforderungen, die baulichen Erfordernisse und die konstruktive Ausführung im Bereich von Schutzschichten regelt DIN 18195-10.

(4) Ausführung
Schutzschichten sind in Abhängigkeit von den zu erwartenden Beanspruchungen und den örtlichen Gegebenheiten festzulegen. Sie können bestehen aus:

    Mauerwerk
    Beton
    Mörtel
    Platten
    Gussasphalt
    Bitumen-Dichtungsbahnen mit Metallbandeinlage (Cu 0,1 D)
    sonstigen Stoffen, wie z. B. Matten und Bahnen aus Kunststoffen, Schaumstoffen, Gummigranulaten u. ä.