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Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses
Wasserschäden waren der Grund für die Sanierungsmaßnahmen an einem 1981 erbauten Flachdachgebäude in Hückelhoven, das als Wohn- und Geschäftshaus genutzt wird. Neben einem Textil- und einem Supermarkt im Erdgeschoss befinden sich im Haus sechs Arztpraxen im ersten und zweiten Stock sowie vier Wohnungen im Dachgeschoss. Das Flachdach mit einer Fläche von 370 m2 war als gefälleloses Dach mit folgendem Aufbau hergestellt: PE-Folie, 80 mm EPS-Dämmung, PE-Folie, PVC-Abdichtungsbahn.
Nachdem im Dachgeschoss Wasserschäden festgestellt wurden, hervorgerufen durch einen nicht mehr funktionstüchtigen Dachaufbau, entschied sich der Eigentümer zur Komplettsanierung. Zunächst holte er bei Dachdeckern Angebote zur Sanierung ein. Da jedoch verschiedene Sanierungsmöglichkeiten angeboten wurden und ein Vergleich für ihn nur schwer möglich war, entschied er, das Architekturbüro Enning aus Düsseldorf mit der Planung der Sanierung zu beauftragen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit kam es für ihn nicht in Frage, das Flachdach durch ein Satteldach zu ersetzen.
Man entschied sich für die Sanierung des Daches mit einem zweilagigen Polymerbitumenbahnenaufbau. Zu dieser Entscheidung trugen nicht nur wirtschaftliche Aspekte bei, sondern auch der Wunsch des Bauherrn nach einer qualitativ hochwertigen Lösung. Gerade weil das Dach der Teil des Gebäudes ist, der der Witterung, wie starken Temperaturwechseln, Hagel, Regen, Sonne und Stürmen, am stärksten trotzen muss. Polymerbitumenbahnen haben sich aufgrund ihrer herausragenden positiven Eigenschaften seit Jahrzehnten bei der Abdichtung von Flachdächern bewährt. Dazu zählen vor allem:
- die geringe Temperaturempfindlichkeit
- die gute Wärmestandfestigkeit, auch unter Berücksichtigung schroffer Temperaturwechsel, wie z.B. Gewitter mit Hagelschlag an einem heißen Sommertag
- die sehr gute Kälteflexibilität
- das ausgeprägte elastische Verhalten
- die hohe mechanische Belastbarkeit
- die lange Lebens-/Nutzungsdauer mit hoher Witterungs- und Alterungsbeständigkeit
- sowie eine ausgezeichnete Verarbeitbarkeit.
Die Sanierung wurde in mehreren Schritten durchgeführt:
- Zunächst wurde der alte Dachaufbau komplett bis auf die Betondecke abgeräumt. Dazu wurde die Kiesschüttung entfernt, dann folgten Wandanschlüsse und Dachrandprofile und der Ausbau der Dachgullys und Lüfter.
- Anschließend wurde ein Kaltbitumen-Voranstrich auf die Betonfläche aufgebracht.
- Darauf wurde eine Polymerbitumen-Dampfsperrbahn aufgeschweißt.
- Um dem Dach ein Gefälle von 2% zu geben, hatte der Architekt eine Gefälledämmung vorgesehen, die auf die Dampfsperrbahn geklebt wurde.
- Die zweilagige Abdichtung oberhalb der Dämmung besteht aus einer kaltselbstklebenden Polymerbitumenbahn als erste Lage der Abdichtung und einer beschieferten Polymerbitumen-Schweißbahn als Oberlage.
Im Zuge der Sanierung wurde auch überlegt, das Dach als extensives Gründach zu nutzen. Diese Möglichkeit wurde jedoch nicht realisiert, da das Gebäude eine verhältnismäßig hohe Zahl von Durchdringungen wie Lichtkuppeln, Lüfter etc. auf der Dachfläche aufweist.
Mit der Sanierung des Flachdaches unter Einsatz von Polymerbitumenbahnen wurden alle Vorgaben des Bauherren erfüllt. Der optische Charakter des Gebäudes wurde erhalten und nicht durch Aufsatteln eines Steildaches verändert. Durch den Einsatz hochwertiger Produkte ist eine lange Lebensdauer des sanierten Daches garantiert. Und die Sanierung mit belastbaren Bitumenbahnen ist kurz- wie langfristig gesehen eindeutig die wirtschaftlichste Lösung.

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