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Regelwerk zu wenig beachtet
Bauingenieur Hamed El Diwany unterstrich, dass es neben den geeigneten Materialien genügend Regelwerke für die fachgerechte Bauwerksabdichtung gibt. Neben Planungsfehlern seien dennoch nach wie vor Ausführungsfehler aufgrund unzureichender Ausbildung Grund für feuchte Bauwerke. Dem widersprach der Sachverständige Karl Friedrich Emig: Handwerker könnten nur das ausführen, was ihnen von Planern vorgegeben würde. "Wenn der Planer das Material nicht richtig einschätzt und nicht mit einem Grundbauer zusammenarbeitet, der mit Hilfe geotechnischer Untersuchungen den Grundwasserbestand beurteilt, erhält der Handwerker fehlerhafte Vorgaben, die zu späteren Schäden führen können." Emig sprach sich für eine behördliches Prüfverfahren aus: "Wenn die DIN 18195 Bestandteil für ein Bauprüfverfahren wird, sind alle Nutzer weitgehend in die Lage versetzt, die wirkliche Trockenheit ihrer Räume durchzusetzen." Jürgen Felgenträger, Vorsitzender des Ausschusses Technik des vdd, äußerte Bedenken gegen eine baupolizeiliche Überwachung: Sie wirke dem Trend der Deregulierung im Bauwesen entgegen. "Viel wesentlicher ist die Fachplanung, wo meiner Ansicht nach der klassische Bauingenieur gefragt ist, dem man eine solche Überwachung durchaus übertragen könnte."

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