Technische Regeln Bauwerksabdichtung Planung

Allgemeines

Abbildung 25: Übersicht über die neue bauteilbezogene Normenreihe DIN 18531 bis DIN 18535

Vorbemerkung


(1) Im Jahr 2017 wurde die bisherige Norm für Bauwerksabdichtungen DIN 18195 in bauteilbezogene Einzelnormen zu den verschiedenen Anwendungsbereichen aufgeteilt und zusammen mit der Norm für die Abdichtung von Dächern DIN 18531 in fünf Einzelnormen zuzüglich einer Terminologienorm überführt.

(2) Im Rahmen dieses Regelwerkes werden Hinweise und beispielhafte Kombinationen der Abdichtungslagen für die Abdichtung von befahrbaren Flächen nach DIN 18532, von Deckenflächen im Freien sowie von erdberührten Bodenplatten und Wänden entsprechend DIN 18533, für die Abdichtung von Innenräumen nach DIN 18534 sowie von Behältern nach DIN 18535 gegeben.

Die Abdichtung erdberührter Bauteile gegen drückendes Wasser mit einem hydrostatischen Druck von mehr als drei Meter (Einwirkungsklasse W2.2-E nach DIN 18533) stellt besondere konstruktive Anforderungen an die Planung. Hier wird dringend empfohlen, bereits in der Vorplanungsphase entsprechende Fachplanungsbüros einzuschalten.

Die Bauwerksabdichtung wird in folgenden Normen geregelt:
DIN 18195     Abdichtung von Bauwerken – Begriffe (Terminologienorm)
DIN 18532     Abdichtung von befahrbaren Verkehrsflächen aus Beton
DIN 18533     Abdichtung von erdberührten Bauteilen
DIN 18534     Abdichtung von Innenräumen
DIN 18535     Abdichtung von Behältern und Becken

Planung

(1) Wirkung und Nutzungsdauer einer Abdichtung hängen nicht nur von ihrer fachgerechten Planung und Ausführung ab, sondern auch von der zweckmäßigen Planung und Ausführung des Bauwerks und seiner Teile, auf die die Abdichtung aufgebracht wird.

(2) Im Rahmen der Planung sind die Einwirkungen auf die Abdichtung zu prüfen und zu klassifizieren.