Einsatz von Bitumenbahnen bei genutzten Dächern Das Gründach

Als solide Basis für das Gründach haben sich Bitumenbahnen bestens bewährt. Selbst für größere Pflanzen oder Feuchtbiotope bietet eine mit hochwertigen Wurzelschutzbahnen aus Polymer­bitumenbahnen ab­ge­dichtete Dachfläche sicheren Schutz.

Bei der Planung einer Dachbegrünung müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Voraussetzung ist ein statisch geprüfter und bauphysikalisch intakter Dachauf­bau mit funktionierender Dampfsperre und wurzelfester Dachabdichtung. In den meisten Fällen kommt eine wurzelfeste Abdichtung aus Bitumen- oder Polymerbitumenbahnen zum Einsatz. Die Bahnen sind reißfest, extrem belastungsbeständig und lassen sich mit den jahrzehntelang bewährten Arbeitstechniken sicher verlegen. Die regelgerechte Detailausführung und die Auswahl der geeigneten Pflanzenarten führen zur langfristig gelungenen Dachbegrünung.

Eine Dachbegrünung bietet zahlreiche Vorteile. Um dauerhaft Freude an der neu geschaffenen Grünoase zu haben, müssen jedoch entscheidende Details bedacht werden. Für einen sicheren Aufbau muss insbesondere berücksichtigt werden, dass neben der Abdichtung auch sämtliche An- und Abschlüsse, Durchdringungen und Fugen wurzelfest ausgeführt sind. Im Bedarfsfall sollten Bewegungsfugen von einer Begrünung frei­gehalten werden und jederzeit zugänglich sein.

Schichtenaufbau beim Gründach

Grafik: Schichtenaufbau, Gründach
© derdichtebau

Eine zweilagige Dachabdichtung aus wurzelfesten Bitumen­bahnen schafft einen belastbaren Untergrund für intensive oder extensive Dachbegrünungen.

Bei der Planung und Ausführung eines Gründaches muss berücksichtigt werden, dass die verschiedenen Schichten eine dauerhafte Funktions­fähigkeit des Gesamtsystems gewährleisten. Bei einem mehr­schichtigen Aufbau kommen oberhalb der Bitumenabdichtung und der aufliegenden Dränagematte zunächst eine Schutzschicht und eine Filterschicht zum Einsatz, bevor die Dränschicht als Basis für die eigentliche Bepflanzung folgt.

Aufgaben der verschiedenen Schichten
Ausgehend von dem Regelaufbau für Dachbegrünungen als mehrschichtige Bauweise ­be­stehend aus Dränschicht, Filterschicht und Vegetationstragschicht haben die einzelnen Schichten die folgenden Aufgaben: Die Dränschicht sorgt für eine sichere Ableitung von überschüssigem Regenwasser, das Filtervlies hält Feinteile aus dem aufliegenden Substrat zurück und sichert so die dauerhafte Funktion der Dränage. Als Vegetations­tragschicht kommt in der Regel ein mineralisch zusammengesetztes Substrat wie Lava, Tonschiefer oder Blähschiefer zum Einsatz, das Wasser und Nährstoffe speichert und ausreichend Wurzelraum für die Pflanzen bietet.

Bei einem einschichtigen Aufbau ­werden die Funktionen der Dränschicht, der Filterschicht und der Vegetations­tragschicht durch ein mineralisches Substrat übernommen.

Die verschiedenen Möglichkeiten des Gründachs

Intensivbegrünung

Durch eine Intensivbegrünung wird das Dach regelrecht zum Garten. Die Bepflanzung kann je nach Wunsch aus Sträuchern, Zierpflanzen, Gemüsebeeten oder sogar Bäumen bestehen. Ebenso ­können Wege, Rasenflächen oder Aufenthaltsflächen angelegt werden. Wichtig sind ein regelmäßiger Beschnitt der Pflanzen und die regelmäßige Wartung des Daches.

Einfache Intensivbegrünung

Diese Begrünung wird im Vergleich zur Intensivbegrünung ohne hochwachsende Sträucher und Bäume angelegt mit kräuterreichen Wiesenvegetationen und niedrigen Stauden. Im Gegensatz zur Extensivbegrünung wird hier eine höhere Substratschicht verwendet.

Extensivbegrünung

Die Extensivbegrünung schafft eine flach wachsende Vegetation mit robusten Pflanzenarten, die gut mit Sonne, Trockenheit und Wind zurechtkommen. Häufig werden Sedum, Moose oder trockenresistente Kräuter eingesetzt. Die Kosten und der Aufwand für Herstellung und Pflege sind vergleichsweise gering.

Vorteile und Fakten des Gründachs

Ästhetik – der grüne Tupfer im Grau unserer Städte

Ganz im Sinne der wachsenden "Back to nature"-Bewegung liegt der Fokus auf innerstädtische Dachoasen. Derzeit liegt der Anteil begrünter Dächer bei etwa 12 bis 14 Millionen Quadratmeter. Und die Tendenz ist steigend. Betrachtet man das Dach als zusätzliches Gestaltungselement des Gebäudes, avanciert das Gründach zur fünften Fassade. Diese ist nicht nur psychologisch und ästhetisch wertvoll; sie ist vor allem ökologisch sinnvoll.

Bei der Anlage eines Gründachs gibt es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Worauf die Wahl bei der Bepflanzung fällt, hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab. Allerdings ist der Dachgarten je nach Art der Bepflanzung unterschiedlich pflegeintensiv. Eine extensive Begrünung ist naturnah, also leichter zu pflegen. Zu ihr gehören niedrigwachsende Pflanzen wie Steingartengewächse oder Kräuter. Eine intensive Begrünung, die eher Gärten und Parks im Kleinen entspricht, kann Gehölze, Stauden oder Rasenflächen beinhalten.

Wichtig für beide Arten der Bepflanzung ist eine wurzelsichere Dachabdichtung. Wurzelfest ausgerüstete Bitumen- und Polymerbitumenbahnen bieten diesen Schutz. Sie bestehen aus mehreren Schichten. In der Mitte befindet sich eine Trägereinlage. Sie verstärkt die Bitumendeckmasse, die sich auf beiden Seiten der Trägereinlage befindet. Die Bitumendeckmasse wird je nach Einsatzzweck entsprechend beschichtet, zum Beispiel mit einer Bestreuung aus Sand oder Schiefer. Diese Art der Dachabdichtung stellt sicher, dass die Freude am Garten auf dem Dach lange währt.

Das Flachdach kann natürlich auch anders gestaltet werden. Wie wäre es mit einer großen Dachterrasse, einem Kinderspielplatz oder einem eigenen kleinen Sportplatz? Auf einer Dachabdichtung aus Bitumenbahnen ist fast alles möglich.

Ökologie – Regenrückhalt und Verbesserung des Mikroklimas

Das grüne Dach kann nicht nur die Lebensqualität steigern, sondern ist ein wahres Ökowunder. Viele Städte und Gemeinden bieten Förderprogramme für Dachbe­grünungen an. So kann der Beitrag zum­ ­Umweltschutz ­staatlich unterstützt werden.

Ökologischer Effekt des Gründachs – Klima und Ressourcen

• Ersatz für versiegelte Flächen
• Verminderung von Feinstaub und Abgasen
• Wärme- und Schallschutz
• Regulierung des Feuchtehaushaltes der Natur
• Rückhalt des Regenwassers und Entlastung der Kanalisation
• Zusätzlicher Schutz der Dachabdichtung vor direkten Wettereinflüssen

In manchen Städten lassen sich Gebührenvorteile im Abwasserbereich realisieren, weil ein Beitrag zur Flächenentsiegelung geleistet wird. Die Basis für Gründächer ist die sichere ­Abdichtung mit wurzelfesten Bitumenbahnen.

Sicherheit – eine dicke Schutzschicht über der Dachabdichtung

Gründächer bieten den zusätzlichen Schutz der Dachabdichtung vor direkten Wettereinflüssen. Dies hat sowohl einen ökologischen als auch einen ökonomischen Effekt: Ressourcen werden geschont, im umweltgerechten Materialverbrauch als auch in der Kostenredution.

Gerade bei Hagelschlag haben sich Gründächer bestens bewährt. Die Dachabdichtung ist sicher unter der Substratschicht geschützt.