Einsatz von Bitumenbahnen bei genutzten Dächern Das genutzte Flachdach

Das mit Bitumenbahnen abgedichtete Flachdach hat sich als idealer Gestaltungsfreiraum und belastbare Nutzfläche seit Generationen bewährt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Im Gegensatz zu nicht genutzten Flachdächern, die nur zur Wartung und Pflege und zur allgemeinen Instandhaltung begangen werden, sind genutzte Flachdächer für den Aufenthalt von Personen oder auch als intensiv genutztes Gründach vorgesehen. Moderne Techniken und Materialien erlauben die Nutzung des Daches und die freie Gestaltungsmöglichkeit, die den individuellen Wohnbedürfnissen der Menschen exakt entsprechen, und den Wert des Gebäudes langfristig und zuverlässig sichern.

Flache Dächer bieten einen großen Gestaltungsspielraum. Der Phantasie des Architekten und Bauherren sind fast keine Grenzen gesetzt. Zusätzlich zu den üblichen rechten Winkeln gibt es die Möglichkeit asymmetrische Formen zu realisieren, um so ein kreatives Gesamtbild zu schaffen. Interessante Formen - fern von Normalität und Monotonie - lassen sich auch durch Vor- und Rücksprünge schaffen. Diese völlig andere Art des Bauens kann ein effektvolles Spiel aus Licht und Schatten hervorrufen.

Gerade bei der Dachnutzung haben sich belastbare Abdichtung mit Bitmenbahnen bewährt:

  • Dachterrassen
  • Dachbegrünung bis zum Urban Farming
  • Standort für Solaranlagen

Statische Lasten

Unilever-Haus, Hamburg
© derdichtebau, Fotograf: Stephan Falk

Ein zentraler Aspekt bei der Planung eines genutzten Flachdaches sind die im Vergleich zu einem ungenutzten Dach deutlich erhöhten ­statischen Lasten des Dachaufbaus.

Statik-Beispiel einer geplanten Dachbegrünung: Je nach gewählter Aufbauhöhe der Begrünung ergibt sich ein zusätzlich einzuplanendes Gewicht von 60 bis 400 Kilogramm pro Quadratmeter. Schon bei einer vergleichsweise kleinen Dachfläche von 200 Quadratmetern muss somit eine zusätzliche Last von bis zu 80 Tonnen berücksichtigt werden.