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Bemessung
(1) Die Bemessung nach DIN 18195-5 ist die Festlegung des Aufbaus der Abdichtung. Sie ist unter Berücksichtigung der in DIN 18195-5 definierten Beanspruchungen vorzunehmen. Die Zuordnung der Abdichtung zu den Beanspruchungen hat unter Berücksichtigung der für den Einzelfall maßgebenden Anwendungsbedingungen zu erfolgen. Hierfür ist die Abdichtung mit Stoffen nach DIN 18195-2 festzulegen. Weitere besondere Beanspruchungen (z. B. chemische Belastungen) sind ggf. zu berücksichtigen.
(2) DIN 18195-5 unterscheidet:
– mäßige Beanspruchung
Diese liegt vor, wenn die Verkehrslasten vorwiegend ruhend nach DIN 1055-3 sind und die Abdichtung nicht unter befahrenen Flächen liegt und die Wasserbeanspruchung gering und nicht ständig ist und ausreichend Gefälle vorhanden ist, um Wasseranstau- oder Pfützenbildung zu verhindern. Zu den mäßig beanspruchten Flächen zählen Balkone und ähnliche Flächen, unter denen sich keine Räume befinden.
– hohe Beanspruchung
Diese liegt vor, wenn die Verkehrslasten vorwiegend hoch sind, die Abdichtung unter befahrenen Flächen liegt oder eine hohe Wasserbeanspruchung vorliegt. Zu den hoch beanspruchten Flächen zählen Dachterrassen, intensiv begrünte Flächen mit Anstaubewässerung bis 100 mm Höhe, Parkdächer, Hofkellerdecken, Durchfahrten und erdüberschüttete Decken.

