Einsatz von Bitumenbahnen bei der Bauwerksabdichtung Befahrene Flächen

Auch befahrene Flächen wie z.B. Brücken oder Parkdecks müssen sorgfältig und sicher abgedichtet werden.


Neben Straßenbrücken, Fußgänger- und Radwegbrücken zählen zu diesen Bauwerken auch Parkbauten, Parkdächer und Tiefgaragen. Dabei sichert die Abdichtung mit Bitumenbahnen Parkbauten beispielsweise gegen Durchfeuchtung und Chlorideindringungen, die durch eingeschleppte Tausalze der ein- und ausfahrenden PKWs verursacht werden.

Neben Abdichtungen mit bahnenförmigen Abdichtungsstoffen kommen bei Parkhäusern, Parkdecks oder Brücken auch Oberflächenschutzsysteme zum Einsatz. Sie werden ausgestrichen oder gespritzt und haben entsprechend keine definierte Dicke. Außerdem müssen sie regelmäßig gewartet und auf Risse überprüft werden, um ihre volle Funktionsfähigkeit zu erhalten. Anders als Oberflächenschutzsysteme haben bahnenförmige Abdichtungen zunächst eine definierte Dicke; außerdem sind sie wartungsfrei. Gewartet werden müssen lediglich Gullys, Entwässerungsrinnen oder es muss zum Beispiel Bewuchs entfernt werden. 

Brücken

Talbrücke Brünn
© GEORG BÖRNER, Chemisches Werk für Dach- und Bautenschutz GmbH & Co. KG

Bewährte Abdichtung von Brücken

In Deutschland gibt es mehr als 120.000 Brücken; die meisten davon wurden seit den 1960er-Jahren mit Stahl- oder Spannbeton errichtet. Tag für Tag müssen sie steigendem Schwerlastverkehr sowie eingetragenem Tausalz, UV-Strahlung, Wärme, Regen oder Frost standhalten. Mögliche Folge können Korrosion sowie Risse und Fehlstellen sein. Um Konstruktion und Tragwerk dauerhaft vor den unterschiedlichsten Witterungseinflüssen zu schützen, stehen unterschiedliche Abdichtungslösungen zur Auswahl. In Frage kommen dabei ausschließlich solche Systeme, die mit sämtlichen Bestandteilen bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gelistet sind. Bewährt haben sich insbesondere Abdichtungen mit Bitumenbahnen. Die Zuverlässigkeit der Bauweise ist über viele Jahre wissenschaftlich begleitet und durch umfangreiche Eignungsprüfungen belegt worden.

Neben einlagigen Abdichtungen mit polymermodifizierten Bitumenschweißbahnen kommen insbesondere in Süddeutschland auch zweilagige Abdichtungen mit Polymerbitumenschweißbahnen zum Einsatz. Die Verarbeitung der Bahnen erfolgt jeweils nach jahrzehntelang bewährten Methoden und ist handwerklich sicher auszuführen. In einem ersten Schritt muss dabei zunächst die Betonoberfläche mit Epoxidharz grundiert und eventuell versiegelt und mit Kratzspachtelung bearbeitet werden, um so sämtliche Poren im Beton zu schließen und die Feuchtigkeit im Beton damit nach unten abzusperren. Anschließend können die Bitumenbahnen vollflächig und hohlraumfrei aufgeschweißt werden. Die Trägereinlagen der Bahnen sorgen dabei für eine hohe Rissüberbrückungsfähigkeit und Perforationsfestigkeit. Zuletzt wird der Heißasphalt direkt auf die Abdichtung als Schutz-und Deckschicht aufgebracht.

Im Zusammenspiel der unterschiedlichen Elemente entsteht ein langfristig homogener Verbund zwischen der Unterkonstruktion aus Beton und der Asphaltdecke. Die darin eingearbeitete Abdichtung sorgt dabei dauerhaft für eine optimierte Tausalzfreiheit der Unterkonstruktion. Dabei gilt: Je strapazierfähiger die Bahn ist, desto besser fällt der Schutz des Betons, und damit auch die Funktionsfähigkeit der Brücke aus. Schäden im Beton durch Wasserunterläufigkeit können so langfristig vermieden werden.

Alternativ werden auch Oberflächenschutzsysteme als Abdichtung eingesetzt. Unabhängig von der Wahl des jeweiligen Systems muss beachtet werden, dass die Ausführung von Brückenbelägen nur von Fachfirmen mit entsprechenden Referenzen und Sachkundenachweisen ausgeführt werden darf. Die Verwendung spezieller Verarbeitungsgeräte ist ebenfalls einheitlich geregelt.