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Asphalt gerät in Vergessenheit...

- Zikkurat, ca. 1.500 v. Chr.
So gesehen kann man zusammenfassend von einem Zeitalter sprechen, das durchaus von dem Baustoff Asphalt mit geprägt und gekennzeichnet war. Der Beginn dieses bautechnisch und kulturhistorisch so wichtigen Zeitraumes liegt über 5000 Jahre zurück. Der Höhepunkt dürfte mit der Blütezeit des neubabylonischen Reiches um 500 v. Chr. zusammenfallen. Mit der Zerstörung dieses neubabylonischen Reiches durch die Perser ging dann nicht nur dieses Zeitalter sondern auch das Wissen über die technische Anwendung von natürlich vorkommendem Asphalt allmählich verloren. Der Baustoff geriet in Vergessenheit. Die Griechen hatten kein Interesse für Technik; die Römer waren technisch zwar sehr interessiert und entwickelten auch vielfältige und großartige Bautechniken, diese jedoch auf Basis ihres opus caementitium. Die hierfür erforderlichen Rohstoffe vulkanischen Ursprungs waren in ihrem Herrschaftsgebiet in großem Umfang vorhanden. Asphaltvorkommen gab es dagegen kaum. So erklärt sich der Verlust der Kenntnisse über die vielfältigen Möglichkeiten des Bauens mit Naturasphalt. Endgültig verloren gingen die antiken Techniken durch die mongolischen Eroberungskriege um 1200 n.Chr..

- Pont du Gard bei Nimes, Frankreich
Aus heutiger Sicht, nach der wir über beide Techniken nun wieder etwas wissen, ist das eine Bereicherung und es ist interessant Vergleiche zu ziehen:
Der unten links gezeigte Aquädukt wurde aus Tonziegeln mit Mastix als Bindemittel gebaut und in der wasserführenden Ebene mit Asphaltmastix beschichtet, während der rechts oben gezeigte Aquädukt (Pont du Gard bei Nimes/Frankreich) aus an- und aufeinander gefügten Steinen ohne Vermörtelung besteht. Der wasserführende Kanal wurde mit Zementmörtel ausgekleidet, wie rechts unten anhand von Schnitten durch den Aquädukt bei Köln gezeigt ist. Dieser Aquädukt versorgte seinerzeit die Stadt Köln mit Wasser aus der Eifel.

- links: Assyrischer Park mit Wasserläufen, Zeichnung nach einem Relief aus dem Palast von Nineve, 7. Jh. v. Chr.
rechts: Schnitte durch die römische Wasserleitung aus der Eifel nach Köln (Bauzeit 1. und 2. Jh. n. Chr.)

Technische Regeln 
